Nach der Brandkatastrophe im Gasthof Eisenbahn in Nagold äußern sich die Betroffenen. Der Dank der Wirtsfamilie an die Helfer steht im Vordergrund. Es geht aber auch um die Zukunft.
Wie geht es mit dem Hotel und Gasthof Eisenbahn nach dem Brand weiter? Wie geht es der Wirtsfamilie? Fragen wie diese treiben derzeit viele Nagolder um.
Doch so kurz nach der Brandkatastrophe, kommt die Frage nach der Zukunft eigentlich zu früh. Erst am Sonntagmorgen hatte es gebrannt. Es entstand Schaden von mehr als einer Million Euro. Das beliebte Gasthaus ist nun geschlossen, auch das Nachbargebäude ist nicht mehr bewohnbar. Für die Betroffenen muss das ein Schock gewesen sein.
Am Montagabend äußerte sich aber dennoch der Gastronomiebetrieb auf seiner öffentlichen Facebook-Seite zu den verheerenden Ereignisse. „Wir sind unfassbar traurig und erschüttert“, ist da unter anderem zu lesen.
Alle haben den Brand körperlich unversehrt überstanden
Die Wirtsfamilie bedankt sich bei den vielen Einsatzkräften, die „freiwillig und ehrenamtlich zur Stelle waren, um zu helfen“. Weiter heißt es: „Alle Familienmitglieder und Bewohner beider Häuser haben den Brand körperlich unversehrt überstanden – das ist erst einmal das wichtigste.“
Nach Abschluss der Löscharbeiten werde nun der immense Schaden an den Gebäuden und Fahrzeugen sichtbar – „es ist für uns alle psychisch eine unglaubliche Belastung, der Gasthof Eisenbahn ist unser Lebenswerk und unser Lebensinhalt von ganzem Herzen, und das seit vier Generationen.“
Die Frage, wie es weiter geht, wird verständlicherweise nur kurz angeschnitten. „Wir wissen es noch nicht“, heiß es. Was man jedoch wisse: „Wir geben nicht auf – es wird weitergehen.“ Aber zu welchem Zeitpunkt und wie genau – das müssten die nächsten Tage/Wochen entscheiden.
Die Dankbarkeit an die vielen Helfer steht im Vordergrund
Klar im Vordergrund des Facebook-Beitrags steht die Dankbarkeit. „Wir möchten uns nochmal herzlichst bei allen Einsatzkräften von der Feuerwehr Nagold mit Ortsteilen, dem Rettungsdienst, dem Sanitätsdienst sowie dem DRK Ortsverein Nagold-Wildberg und den Beamten vom Polizeirevier Nagold und der Kriminaltechnik Calw sowie allen Handwerken bedanken, die rasch zur Stelle waren und alles sehr professionell zu einem – noch – guten Ende gebracht haben.“
Viel Herzlichkeit in der Not erfahren
Ein besonderer Dank geht auch an die „gute Nachbarschaft, die uns unermüdlich geweckt hat und es uns dadurch möglich war, das Haus rechtzeitig zu verlassen.“
Die Wirtsleute berichten auf ihrer Facebookseite weiter von vielen hilfsbereiten Angeboten und Menschen aus der Nachbarschaft, von Freunden, Gästen und auch von der Stadt Nagold.
Es sei ein sehr gutes Gefühl, so viel Herzlichkeit in der Not zu erfahren – „das macht das Leben lebenswert und zeigt, was der Zusammenhalt in der Gesellschaft wert ist.“