Unser Leser Timm Kettner findet, dass die Ausgleichsflächen für Fledermäuse, die der Gemeinderat Simmersfeld beschlossen hat, beim genaueren Hinsehen keinen Ausgleich für weggefallene Lebensräume darstellt.
Einerseits soll es erfreulich sein, das sich der Großteil im Gemeinderat in Simmersfeld für eine angebliche „Ausgleichsmaßnahme“ für die Fledermäuse eingesetzt habe, jedoch erschreckend sei doch die „ablehnende, destruktive Haltung“ zweier Ratsmitglieder (Anmerkung der Redaktion: Dies schrieb eine Leserin am 11. März in unserer Zeitung).
Es stellt sich die Frage: Benötigen wir heutzutage eine Einheitsmeinung? Gibt es eventuell Gründe, weshalb die Räte Wurster sowie Kübler dagegen sprachen? Vielleicht ist ihnen bewusst, dass die sogenannten Ausgleichsflächen bei genauerem Betrachten Mogelpackungen sind.
Es werden zur Zeit sehr viele sogenannte Ausgleichsflächen ausgewiesen, meist mitten im Wald liegend, um für die Fledermäuse der Hessebahn einen Zufluchtsort zu bieten.
Wohin die Tierchen flattern dürfen, ist diesen sicherlich bekannt. Einfach der Logik folgend, kann ein Waldstück, das schon da ist, unmöglich Ersatz für etwas sein, was gar nicht entfallen ist. Inwiefern wird hier etwas der Natur zurückgegeben?
„Mit zweierlei Maß gemessen“
Umso erstaunlicher finde ich, dass der exorbitante Flächenverbrauch der Windräder keine Beachtung findet. Hier würde dem Erhalt der Natur ein würdiger Dienst zuteil kommen. Wie so oft: Zweierlei Maß…
Timm Kettner, NeuweilerSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.