Das Schild zeigt an: Diesen Weg, der von der L 391 abzweigt, dürfen Autofahrer nicht mehr nutzen. Foto: Gern

Auf dem Schild zum KZ-Friedhof Bisingen an der L 391 prangt seit Monaten ein rotes Kreuz. Die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge ist verboten – und bleibt es auch.

Bisingen - Der Gedenk- und Erinnerungsort in Bisingen ist frei zugänglich. Nach der Sperrung der bisherigen Zufahrt wurde eine neue Stracke festgelegt. Dazu Fragen und Antworten.

 

Weshalb ist der Weg zum KZ-Friedhof seit Monaten gesperrt?

Der Gemeinderat hat bei der dritten Änderung des Bebauungsplans Bisingen-Nord im Herbst 2015 beschlossen, die Zufahrt für Kraftfahrzeuge zu sperren. "Dies wurde entsprechend in die Begründung zum Bebauungsplan übernommen", berichtet Ordnungsamtsleiter Michael Breimesser unserer Redaktion. Während der Bauarbeiten an Bisinger Knotenpunkten im vergangenen Sommer wurde die Zufahrt gesperrt.

Wer darf den Weg weiterhin nutzen?

Für Kraftfahrzeuge bleibt der Weg nach Angaben aus dem Rathaus dauerhaft gesperrt. "Fahrradfahrer und Fußgänger können diesen aber weiter nutzen", so Breimesser. Die neue Zufahrt zum KZ-Friedhof durch das Industriegebiet Bisingen-Nord wurde bereits ausgeschildert.

Noch sieht alles nach einer provisorischen Absperrung aus. Was ist für die Zukunft geplant?

Die großen gelben Schilder am Straßenrand werden ersetzt. "Neue Wegweiser kommen", kündigt Breimesser an. Die Maßnahme laufe über den Landkreis, ein genaues Datum für den Austausch kann er noch nicht nennen. Der Baumstamm, der derzeit dafür sorgt, dass tatsächlich kein Autofahrer den alten Weg nutzt, wird ebenfalls entfernt werden. "Hier wird noch abgesperrt, möglicherweise mittels Pollern oder ähnlich", berichtet Breimesser. Bis dahin bleibt der Stamm liegen. Das wiederum hat einen Grund, der für Stirnrunzeln sorgt: "Manche Fahrer haben die Sperre ignoriert, sind über den neu angelegten Grünstreifen gefahren und haben ihn dabei beschädigt."