Zugausfälle, Busse statt Bahn und bis zu 20 Minuten Verspätung: Pendler im Schwarzwald-Baar-Kreis starten frustriert in den Mittwochmorgen.
Viele Pendler, die am Mittwochmorgen mit dem Zug im Schwarzwald-Baar-Kreis unterwegs waren, mussten sich umstellen und statt Zug Bus fahren.
Ein Ärgernis für alle, die früh morgens im Berufsverkehr feststeckten und pünktlich zur Arbeit wollten: In manchen Fällen ging erst einmal gar nichts – oder eben später. Mit bis zur 20 Minuten Verspätung waren die Züge unterwegs – die Schwarzwaldbahn kam verspätet, die Fahrzeuge der S1 und S10 fehlen noch immer komplett.
Der Schienenersatzverkehr seit erst gegen 7.30 Uhr eingerichtet worden, berichtet ein Fahrgast. Die Bahnstrecke zwischen Villingen und Donaueschingen war seit dem frühen Morgen nur eingeschränkt befahrbar. Warum? Schon wieder Bauarbeiten an den Gleisen? Wir hakten bei der Pressestelle der Deutschen Bahn nach.
Leidgeprüfte Fahrgäste
Die letzte langwierige Sperrung ist noch gar nicht lange vorbei: Im Spätsommer, ausgerechnet direkt nach den etwas geruhsameren Sommerferien und damit zum Start des Schülerverkehrs, war die Strecke schon einmal dicht, gleichzeitig mit der Gäubahn. Ein Dilemma, für das Fahrgäste nur wenig Verständnis aufbringen konnten angesichts der politischen Bemühungen, die Bahn wieder zu einem attraktiven Fortbewegungsmittel werden zu lassen und mehr Reisende von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Im November dann erneut die Hiobsbotschaft: Nichts ging mehr auf der Schwarzwaldbahn zwischen Villingen und Donaueschingen. Kurzfristig standen erneut Bahnarbeiten an, wieder musste eine mehrwöchige Sperrung in Kauf genommen werden.
Geplant waren die Sanierungsarbeiten in mehreren Stufen – die zweite Bauphase sollte jedoch planmäßig am Samstag, 13. Dezember, 1 Uhr, zu Ende sein. Nun aber sehen sich Bahnreisende am Mittwochmorgen, 17. Dezember, erneut mit unliebsamen Einschränkungen konfrontiert – die Züge der S1 und der S10 zwischen Donaueschingen und Villingen entfallen. Gewusst hat von diesen Einschränkungen im Vorfeld niemand.
Bahnsprecherin wirbt um Verständnis
Auf Rückfrage erklärte eine Pressesprecherin der Deutschen Bahn, dass sich die Maßnahme kurzfristig im Nachgang der Bauarbeiten ergeben habe. Während die Schwarzwaldbahn weitgehend planmäßig verkehre, würden die Verbindungen der S1 und S10 auf der Strecke aktuell mit dem Schienenersatzverkehr überbrückt. „Wir haben Gelenkbusse im Einsatz“, erläuterte sie das Prozedere und wirbt um Verständnis für die kurzfristigen Umstände: „Wir konnten das nicht mehr ankündigen“, erklärte sie und fügte hinzu: „Das tut uns auch leid.“
Die gute Nachricht: Die Einschränkungen sollen nur bis um die Mittagszeit am Mittwoch andauern – danach sollen die Züge wieder planmäßig über die Gleise gleiten.