Im Verlaufe der Ausstellung des Nußbacher Geflügelzuchtvereins erklärte der Vorsitzende Michael Nock interessierten Besuchern, worauf ein Züchter achten muss. Foto: Priska Dold

Die Nußbacher Geflügelzüchter änderten wegen der Vogelgrippe das Ausstellungskonzept. Im Mittelpunkt standen dieses Mal die Tauben.

In deutlich abgespeckter Form mussten sich die aktiven Mitglieder des Geflügelzuchtvereins mit der Bestückung ihrer jährlichen Ausstellung begnügen. Grund war der Ausbruch der Vogelgrippe.

 

Das endgültige Aus für Ausstellungen solcher Art bekam der Verein kurz vor Weihnachten. Eigentlich war schon alles organisiert, denn in der Regel werden immer zum Jahreswechsel in der Nußbacher Turn- und Festhalle zwischen 400 und 600 Tiere ausgestellt.

Zu sehen sind normalerweise Enten, Gänse und Hühner der verschiedensten Rassen, die im Laufe des Jahres liebevoll für die Ausstellung betreut werden.

Wie der Vorsitzende Michael Nock erklärte waren es dieses Jahr nur 216 Tauben – diese zählen nicht als Geflügel sondern als Vögel und werden somit nicht mit diesem Virus befallen.

Auf die Einnahmen angewiesen

Der Verein ist natürlich auf die Einnahmen einer solchen Veranstaltung angewiesen. So beschloss er, eine kleine Ausstellung zu zeigen.

Das „Nußbacher Band“ für beste Ergebnisse erhielt unter anderem Sebastian Schwab Foto: Priska Dold

Zwei Preisrichter begutachteten diese Tiere auf das Genaueste, unter den vielen Auszeichnungen konnten sechs beste Preise vergeben werden. Das „Nußbacher Band“ für gute Züchtungen erhielten Sebastian Schwab (Hessische Kröpfer), Fritz Haas (Startauben Marmorstar), Jürgen Henninger (Startauben Silberschuppen), Michael Hog (Nürnberger Lerchen), Roland Schneider (Wiener Tümmler) und Berthold Nock (Süddeutsche Tigermohren).

In Reih und Glied ließen sich die Tauben bei der Ausstellung in Nußbach bewundern. Foto: Priska Dold

Zwölf aktive Züchter des Geflügelzuchtvereines Nußbach zeigten an diesem Wochenende ihre Tiere, dazu kamen noch zehn Jugendliche, also der vielversprechende Nachwuchs. Trotz der eingeschränkten Ausstellung fand sich eine zufriedenestellende Anzahl Besucher ein, darunter wie immer auch befreundete Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung, wie auch Abordnungen aus St. Märgen oder Tennenbronn.

Frauen bewirten die Besucher

Im Hintergrund hatten die fleißigen Frauen der Züchter wieder gekocht und gebacken, es gab den beliebten Züchtersalat und natürlich zum Dessert die verlockend aussehenden Torten. Zur finanziellen Unterstützung trug auch der Losverkauf bei, es gab zahlreiche Preise zu gewinnen.