Bei der Jungtierschau in Talheim stellten die Züchter insgesamt 76 Kaninchen vor. Der feste Termin ist allen wichtig.
76 Kaninchen, zwölf Züchter, zwei Richter – das waren die Eckdaten zur Jungtierschau des Kleintierzüchterverein Z 292 Tuningen-Talheim.
Das erste Wochenende im Juli ist immer der feste Termin für diese Ausstellung, die in der Talheimer Festhalle stattfindet. Ein solch fixer Zeitpunkt gibt den Züchtern Planungssicherheit. Auch die Richter können sich das Datum langfristig vormerken.
Am Samstagmorgen waren mit Egon Müller aus Worndorf und Gerhard Acker aus Balingen zwei erfahrene Fachmänner vor Ort. Gewicht, Körperform, -typ und -bau, Fellhaar, Pflegezustand, das sind die Kriterien nach denen jedes Tier beurteilt wird.
Viele Kriterien werden beachtet
Entsprechen Kopf und Ohren den Rassestandards, ist die Zeichnung wie sie sein soll, ist die Farbe einheitlich genug, oder gleichmäßig ungleichmäßig, je nachdem welcher Rasse das Kaninchen angehört. All das sind Kriterien, nach denen Punkte vergeben werden. Versteht sich von selbst, dass jeder Züchter bei jedem Tier, das er vorstellt, auf die Bestnote 8/7 hofft. Dabei sind den Richtern die Unterschiede der Rassen, wie zum Beispiel Rote Neuseeländer, Kleinwidder rhönfarbig, Blaue Holicer, oder Deutscher Riese wildfarbig, wohl bekannt.
Laien, die die Schau besuchen sehen possierliche Mümmler, die braun, grau, weiß, schwarz-weiß, oder auch einmal grau aussehen. Für die Züchter bedeutet die Jungtierschau einen wichtigen Zwischenstand auf dem Weg zur Ausstellung im Herbst – auch das ein fester Termin, nämlich immer am Wochenende des Volkstrauertages.
Viel Fachwissen der Züchter
„Ein Kaninchen das bei der Jungtierschau noch nicht ganz ausgereift ist, wird sich bis zum Sommer noch entwickeln“, weiß der langjährige Züchter und Kassierer Patrick Wagner zu berichten. Unter den Züchtern finden sich die Erfahrenen, wie auch Bastian Unger, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, der Vorsitzende Matthias Link und Fridolin Krug, aber auch junge Leute wie Fabian Kolodziej, der seit sechs Jahren züchtet. Bemerkenswert ist auch der 15-jährige Joschua Link, der sich seit neun Jahren dem Kaninchen-Nachwuchs verschrieben hat, aber auch der gerade einmal vierjährige Malte Wagner, der sich anschickt, seinem Vater Patrick nachzufolgen.
Das Rahmenprogramm stellte auch die Ausstellung von Geflügel dar. Die gefiederten Jungtiere wurden jedoch nicht bewertet, da sie noch zu jung waren. Somit war der Entwicklungsstand noch nicht dem Rassestandard entsprechend. Gleichwohl ist es dem Kleintierzuchtverein wichtig, sich als Züchter von Kaninchen und von Geflügel zu präsentieren. Ein wichtiger Termin ist die Lokalschau im Herbst. Dann wird das Jubiläum des 125-jährigen Bestehens gefeiert.