Landrat Klaus Michael Rückert (links) und AOK-Chef Hartmut Keller bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Eisele

Gesundheit: Neues Projekt startet

Kreis Freudenstadt. Landkreis Freudenstadt und AOK Nordschwarzwald wollen Kinder wieder in Bewegung bringen. Dazu unterzeichneten Landrat Klaus Michael Rückert und der Geschäftsführer der Kasse im Nordschwarzwald, Hartmut Keller, einen Kooperationsvertrag.

In der Pandemie habe sich gezeigt, wie schnell bei Kindern Defizite entstehen, wenn sie nicht genügend Bewegung hätten. Bereits 2019 sei im Gesundheitsatlas festgestellt worden, dass neun Prozent der Kinder im Kreis Freudenstadt bei der Einschulung übergewichtig waren. 6,9 Prozent der Mädchen und Buben galten hingegen als untergewichtig. Jungen seien in beiden Fällen stärker betroffen als Mädchen.

Mit der Unterzeichnung des Vertrags für einen "Bewegungspass" – die Laufzeit des Projekts beträgt vier Jahre – wollen Kreis und AOK Prävention an Kindergärten fördern. Chancengleichheit umfasse auch die Möglichkeit zu einem gesunden Lebensstil, so der Landrat. Ziel des Projekts: Erziehungskräfte sollen Bewegungsförderung ohne Zusatzaufwand in den Kindergarten-Alltag einbauen. Kinder hätten Spaß am Laufen, Rennen, Werfen, Fangen, Hüpfen und Klettern. Das gemeinsame Spiel fördere auch die kognitive, sprachliche, persönliche und soziale Entwicklung.

Der "Bewegungspass" berücksichtige die individuellen Stärken jedes Kinds und lasse pädagogischen Freiraum in der Umsetzung. "Im ersten Schritt werden wir alle Akteure in einem Netzwerk zusammenbringen, schulen und Maßnahmen festlegen", so Keller. Auch Vereine sollen profitieren. Angebote wie Turnen, Leichtathletik oder Ballschule sollen in das Netzwerk aufgenommen werden.