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Zu späte Corona-Info Ferienhaus-Vermieterin in Kaltbrunn ist verärgert

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Das Ferienhaus in der Talstraße in Kaltbrunn war für diese Woche eigentlich vermietet. Dennoch steht es leer. Foto: Wegner

Schenkenzell-Kaltbrunn - Die neue Corona-Verordnung des Landes ist am Sonntagabend veröffentlich worden. Demnach sind touristische Reisen seit 2. November verboten. Urlaube, die allerdings vorher schon angetreten wurden, können wie geplant fortgesetzt werden. Diese Info kommt für viele Reisende und Gastgeber zu spät. Auch für Sabine Warratz, die ein Ferienhaus in Schenkenzell vermietet. Was sie dazu sagt, ist in unserem (SB)+-Artikel nachzulesen.

"Wir fühlen uns an der Nase herumgeführt", macht Sabine Warratz ihrem Ärger Luft. Sie vermietet in Kaltbrunn ein Ferienhaus. Derzeit steht es wegen des neuerlichen Lockdowns wieder leer, obwohl es das gar nicht müsste – zumindest diese Woche nicht.

Lesen Sie auch: Land verkündet schärfere Corona-Maßnahmen

Am vergangenen Samstag hätten eigentlich Gäste kommen sollen, die für eine Woche Urlaub in Kaltbrunn gebucht hatten, schildert sie. Nachdem Mitte vergangener Woche aber bekannt geworden war, dass durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie touristische Reisen ab 2. November untersagt werden, hätte sich das erledigt gehabt. "Es reist ja niemand am Samstag an und am Sonntag schon wieder ab", erklärt Warratz. Die Gäste kamen also nicht, das Haus blieb leer.

"Ganze Woche flöten gegangen"

Am Dienstag dann habe sie eine E-Mail der Schwarzwald Tourismus Kinzigtal (STK) erreicht, weitergeleitet von der Gemeinde Schenkenzell. Die Info: Die Corona-Verordnung der Landesregierung untersage zwar touristische Reisen ab dem 2. November – Urlaube, die zu diesem Zeitpunkt aber bereits angetreten waren, können normal stattfinden. In der Verordnung heißt es wörtlich: "Übernachtungsangebote gegen Entgelt dürfen unabhängig von der Betriebsform nur zu geschäftlichen, dienstlichen oder, in besonderen Härtefällen, zu privaten Zwecken zur Verfügung gestellt werden. Die Untersagung gilt nicht für Übernachtungsangebote, die vor dem 2. November 2020 angetreten worden sind."

"Dadurch ist uns eine ganze Woche flöten gegangen", betont Warratz – gerade nach der langen Schließung im Frühjahr besonders bitter. "Die Info hätte spätestens am Freitag kommen müssen", sagt sie – schließlich sei vielerorts samstags Belegungswechsel.

Voller Buchungskalender fällt Lockdown zum Opfer

Über den konkreten Inhalt der Verordnung des Landes wurde die STK am Sonntagabend informiert, erklärt Assunta Finke, Geschäftsführerin des Vereins, der seinen Sitz in Wolfach hat. "Wir haben das über die sozialen Netzwerke direkt weitergegeben", sagt sie – und versucht "die Fördermitglieder so schnell wie möglich zu informieren". Diese hätten direkt am Montagmorgen eine E-Mail bekommen. Sabine Warratz ist kein Fördermitglied der STK. Die Gemeinde habe die Mail aus Kulanz aber weitergeleitet.

Einig sind sich Warratz und Finke: "Die Info kam viel zu spät". Gastgeber und Gäste hätten sich entsprechend auf den Lockdown eingerichtet und Urlaube früher beendet oder erst gar nicht angetreten, so Finke. Zwar gebe es seitens der Gastgeber viel Verständnis für die Verordnung. Allerdings hätten einige auch ihren Unmut geäußert: Gerade bei Ferienhäusern auf dem Land sei oft "weit und breit" niemand in der Nähe – "sehr viel sicherer geht’s nicht", meinte Finke mit Blick auf Mindestabstände und Kontaktbeschränkungen.

Ebenfalls ärgerlich: Sei der November sonst ein recht ruhiger Monat, hätte sich die Saison für einige Häuser durch den Lockdown im Frühling dieses Jahr eigentlich verlängert, schildert Finke. "Einige waren mit Sicherheit besser gebucht als in den Jahren zuvor", erklärt Finke. Dem volleren Buchungskalendern hat der Lockdown nun erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die STK indes will ihre Fördermitglieder weiter unterstützen: Sobald klar sei, wer etwaige Entschädigungszahlungen beantragen dürfe, werde die STK darüber informieren, blickt Assunta Finke voraus.

Eine Nachfrage beim Staatsministerium in Stuttgart blieb am Mittwoch unbeantwortet.

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