Loßburg erarbeitet einen Teilflächennutzungsplan für Windenergie, und musste dabei schon Rückschläge erleben. Doch kaum befindet sich der Plan in der Auslegung, droht Ärger mit dem Nachbarn im Norden.
Freudenstadt - Die nachbarschaftlichen Belange seien überhaupt nicht berücksichtigt, sagte Freudenstadts Oberbürgermeister Julian Osswald in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Tourismus und Soziales. Der Ortsteil Lauterbad habe die Planer in Loßburg wohl wenig interessiert. Die Gemeinde Loßburg müsse berücksichtigen, dass Lauterbad ein Kurgebiet sei, ergänzte Bürgermeisterin Stephanie Hentschel.
Zum Teil direkt an der Gemarkungsgrenze
Die Gemeinde Loßburg hatte jahrelang an dem Plan gebastelt und war gerade fertig geworden, als der neue Windatlas von 2019 alles über den Haufen warf. Während im Windatlas von 2013 vor allem Flächen in Richtung 24-Höfe für die Nutzung von Windkraft ausgewiesen waren, verlagerten sich die Ausweisungsflächen nun nach Schömberg. Im ausliegenden Flächennutzungsplan sind vor allem Gebiete im Nordwesten Loßburgs ausgewiesen. Die größte Fläche befindet sich zum Teil direkt an der Gemarkungsgrenze zu Freudenstadt. Sie deckt den Bereich um die Großvatertanne ab und erstreckt sich bis nördlich von Ödenwald und südlich von Lauterbad.
Stellungnahme landet in Ausschuss
In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt am Dienstag, 8. Februar, wolle die Verwaltung die Stellungnahme der Stadt zum Teilflächennutzungsplan vorlegen, kündigte Osswald an.