Die Melchinger Reisegruppe mit dem Grünen-Abgeordneten Chris Kühn (ganz rechts) und Ortsvorsteher Horst Lamparth (links unten zweite Reihe) unter der Reichstagskuppel in Berlin. Foto: Barth

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So auch die Melchinger Reisegruppe, die sich auf Einladung von Christian Kühn, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär, auf den Weg nach Berlin machte.

Berlin/Burladingen-Melchingen - Bewusst verzichteten die Älbler auf eine Autofahrt zum Treffpunkt, den Tübinger Hauptbahnhof. Mit dem Bus, fuhren sie nach Mössingen zum Bahnhof und von dort aus weiter mit dem Zug nach Tübingen.

Auf dem Bahnhof gesellten sich dann weitere Eingeladene aus Rottenburg, Tübingen, Ergenzingen oder Villingen dazu, um gemeinsam nach Stuttgart zu fahren. Dort bestieg die auf 44 Personen angewachsene Gruppe den ICE in Richtung Berlin. Auf der gut sechsstündigen Zugfahrt hatten die Melchinger die Möglichkeit, die anderen Mitreisenden kennenzulernen, und sie konnten sich über ihre Mitarbeit in den jeweiligen Gemeinden austauschen.

Sicherheit am Reichstag

Melchinger im Berliner Nachtleben

Nach der Ankunft und einem gemeinsamen Abendessen konnte jeder individuell das Berliner Nachtleben erkunden. Recht früh am anderen Morgen wurde die Reisegruppe mit einem Bus zum Europäischen Haus Berlin gefahren. Dort wurde die Ausstellung "Erlebnis Europa" besichtigt. Sehr interessant war auch ein Film, in dem die Arbeit des Europäischen Parlaments aufgezeigt wurde. Nach dem Mittagessen ging es zum Sicherheitscheck am Reichstagsgebäude. Auf der Besuchertribüne des Plenarsaales erklärte ihnen Nicole Sonne vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung die Aufgaben und die Arbeit des Deutschen Bundestages. Anschließend sprach die Gruppe mit ihrem Gastgeber, Christian Kühn, der immer wieder auch nach Burladingen und Melchingen kommt, über aktuelle politische Themen.

Nach einem Fototermin ging es für die Gruppe auf die Kuppel des Reichstagsgebäudes, wo die Besucher die herrliche Aussicht auf die Stadt genießen konnten. Zu Fuß machte man sich auf den Weg, vorbei am Brandenburger Tor, zum "Denkmal für die ermordeten Juden Europas".

Fragen an Susanne Dröge

Tags darauf fand im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung ein Informationsgespräch mit dem Umweltbundesamt statt. Susanne Dröge erläuterte der Gruppe die fünf Fachbereiche des Hauses und deren Aufgaben. Kompetent beantwortete sie die vielfältigen Fragen der Besucher.

Wege, Irrwege, Umwege

Die fatalen Folgen des Mauerbaues

Weiter führte das Programm auf den Gendarmenmarkt. Hier im Deutschen Dom wurde bei der Ausstellung "Wege, Irrwege, Umwege" die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland durch sachkundige Führer den Gästen nähergebracht. Auf einer an politischen Gesichtspunkten orientierten Stadtrundfahrt besichtigte man die Bundeshauptstadt. Der Stadtführer Felix Schmitt-König vom Bundespresseamt verstand es, mit launigen Worten Berlin zu erklären. Bei einem Zwischenstopp in der Bernauer Straße wurden der Gruppe die fatalen Folgen des Mauerbaus für Berliner Einwohner und ihre Familien aufgezeigt.

Nach einer letzten Nacht in der Hauptstadt hieß es bereits wieder Abschied nehmen. Mit dem ICE brachte Ortsvorsteher Horst Lamparth seine Melchinger wohlbehalten und mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken zurück auf die Alb.