Die Pfarrgemeinde Seelbach hat ihr Patrozinium gefeiert. Foto: Vögele

Die Pfarrgemeinde Seelbach hat am Sonntag ihr Patrozinium begangen. Parallel wurde die Krippenausstellung eröffnet, bei der es wieder schöne Exemplare zu bestaunen gibt.

Das Fest des Heiligen Nikolaus ist für die Pfarrgemeinde Seelbach ein Höhepunkt des Kirchenjahres. Es verbreitet alljährlich festlichen Glanz und ist für Jung und Alt ein Tag der adventlichen Vorfreude.

 

Das Hochamt mit Don Antonio in der Pfarrkirche, die dem Heiligen Nikolaus geweiht ist, gestaltete unter der Leitung von Martin Obergföll der Kirchenchor Schuttertal mit der „Missa in G“ des schlesischen Komponisten Max Filke, eines Vertreters des im 19. Jahrhundert aufkommenden Cäcilianismus. Die harmonische Messe wurde von Organist Jürgen Strupat an der Orgel und einem Orchester begleitet. Außerdem erklang der Choralsatz „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach.

In seiner Predigt schilderte Diakon Klaus Heuberger das Wirken des Patrons und erinnerte daran, dass Bischof Nikolaus von Myra am ersten ökumenischen Konzil von Nicäa im Jahr 325, vor genau 1700 Jahren, nicht nur teilgenommen hatte, sondern auch Zeuge des unverfälschten Glaubens an Jesus Christus war und für alle Christen ein Vorbild ist und bleibt. Zum Ende des Hochamtes schickte der Patron der Kinder, Kaufleute und Seefahrer quasi einen irdischen Vertreter zu den Gläubigen. Im Auftrag des beliebten Heiligen der Nächstenliebe wurden die anwesenden Kinder mit einer kleinen Gabe bedacht.

Auch in diesem Jahr wollte die Pfarrgemeinde St. Nikolaus zudem nicht auf die Tradition der Krippenausstellung verzichten. Wie schon in den Vorjahren wurde die Ausstellung in die Werktagskapelle der Pfarrkirche verlegt, um so den passionierten Krippenbauern die Möglichkeit zu geben, ihre liebenswerten Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Michael Klüh und Franz Munz stellten mit einigen Krippenfreunden aus der Pfarrgemeinde eine ansprechende Krippenschau zusammen. Mit ihrem Einfallsreichtum wollen die Krippenbauer immer nur das eine zum Ausdruck bringen: „Das Kind in der Krippe ist der Retter der Welt“.

Verschiedene Stile bei den Krippen

Trotz der unterschiedlichen Darstellungen stehen bei jeder Krippe das Staunen und die Freude über die Menschwerdung Gottes im Mittelpunkt. Einige Krippenbauer verlegten die Geburt Christi in einen Schwarzwälder Stall oder alpenländischen Berghof in weiter Landschaft, andere wiederum in südländische oder orientalische Gefilde. Auch einige Papierkrippen aus dem Besitz von Eva Himmelsbach lassen die Herzen der Krippenfreunde höherschlagen. Darunter befindet sich auch eine kleine Papierkrippe aus dem Jahr 1880. Die Betrachter entdecken beim „Krippele schauen“ eine Fülle kleiner Details, die jeder Darstellung ihren unverwechselbaren Reiz bescheren.

Die Krippenausstellung ist zu den Gottesdienstzeiten zu sehen.