Auf Einladung von Bürgermeister Jean-Baptiste Gagnoux hat die Gruppe die französische Stadt besucht. OB Markus Ibert betonte die Bedeutung länderübergreifender Freundschaften.
Neben OB Markus Ibert waren Mitglieder des Gemeinderats und des Beirats für Internationales, der frühere OB Wolfgang G. Müller, Vertreter von Vereinen sowie Mitarbeiter der Verwaltung dabei. Jean-Claude Protet, Vorsitzender des Doler Partnerschaftskomitees, begrüßte die Delegation. Auf dem weiteren Programm standen der Besuch der Grotten von Osselle sowie der „Fête de la musique“. „Das Musikfestival war großartig“, wird Ibert in einer städtischen Pressemitteilung zitiert. „Wir konnten die beeindruckende Stimmung bei den Auftritten der vielen Künstlerinnen und Künstler auf zahlreichen Bühnen sowie das bunte Treiben in der ganzen Stadt genießen und hautnah miterleben.“
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des vor zwei Wochen eingeweihten Multiplexkinos. Es hat zehn Säle mit moderner Projektions- und Soundtechnologie und 1400 Plätzen. Die Stadt Dole hat zur Gestaltung der Infrastruktur und Außenanlage mit Aufenthaltsqualität direkt am Fluss Doubs einen wichtigen Beitrag zum privaten Großprojekt geleistet.
Fechter intensivieren Kontakte
Beim Empfang der Delegation im Rathaus wurde herausgestellt, dass die Partnerstädte eng verbunden sind. „Gerade in Zeiten, in denen globale Veränderungen große Herausforderungen darstellen, ist es umso wichtiger, unsere länderübergreifenden Freundschaften zu pflegen“, betonte Ibert in seinem Grußwort. „Gemeinsam mit meinem Amtskollegen Jean-Baptiste Gagnoux konnten wir einmal mehr feststellen, wie nahe wir uns stehen und wie groß die Wertschätzung füreinander ist.“
Wichtige Impulse kommen inzwischen vom Lahrer Jugendgemeinderat, der den Austausch verjüngt und mit eigenen Projekten mitgestaltet. Auch die Vereine spielen bei der Förderung des Dialogs eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen Begegnungen auf sportlicher und kultureller Ebene und machen die Städtepartnerschaft im Alltag spürbar. Beim Besuch konnten die Fechter des Turnvereins Lahr ihre Kontakte intensivieren, was den wertvollen Beitrag der Vereine zum internationalen Austausch unterstreicht, heißt es in der Mitteilung weiter.
Vereine spielen beim Dialog eine wichtige Rolle
Zum Abschluss des zweitägigen Besuchs gab es eine Führung durch das Museum der Schönen Künste. Das Museum, das seit 1980 in einem Offiziersgebäude der ehemaligen Kaserne aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist, wurde saniert und renoviert. Es zeigt eine Sammlung bedeutender Kunst aus dem 19. Jahrhundert sowie eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die den Dialog zwischen den unterschiedlichen Epochen ermöglichen soll.
Abseits des Programms blieb den Teilnehmern der Delegationsreise auch Zeit, die Stadt zu erkunden. Mit zahlreichen Eindrücken und neuen Bekanntschaften traten die Mitglieder der Delegation, von denen einige zum ersten Mal in Dole zu Gast waren, die Heimfahrt an, heißt es in der Mitteilung abschließend.
Partnerschaft seit 1962
Seit 63 Jahren verbindet Lahr eine enge Städtepartnerschaft mit dem französischen Dole. Bereits 1961 startete ein Schüleraustauschprogramm, das bis heute besteht. Über die Jahrzehnte hat sich daraus ein reger Dialog zwischen Bürgern beider Städte entwickelt – von Vereinen über Feuerwehren, Kliniken und Künstlergruppen bis hin zu politischen Gremien. Der erste Besuch Lahrer Gärtner in der Partnerstadt wirkt bis heute nach: Bei diesem Treffen in Dole entstand die Idee zur Chrysanthema.