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Zollernalbkreis Zweite Coronavirus-Welle - noch unter Kontrolle?

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Hier geht’s lang: In der Corona-Schwerpunktambulanz wird intensiv getestet. Foto: Frey

Zollernalbkreis - Die Infektionszahlen steigen auch im Zollernalbkreis rasant an. Wenn in den nächsten Tagen der kritische Inzidenzwert von 50 überschritten werden sollte, drohen weitere Einschränkungen. Noch sei die Lage allerdings unter Kontrolle, teilt das Landratsamt mit.

Die Lage in Deutschland wird immer ernster. Bundesweit stieg der Inzidenzwert - also die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner - bereits auf mehr als 50 an. Am Freitag lag er bundesweit bei 60,3. Bund und Länder haben sich darauf verständigt, ab einem solchen Wert die betroffene Städte, Gemeinden oder Landkreise als Risikogebiet einzustufen. Das hat zur Folge, dass für die Menschen noch strengere Auflagen wie eine erweiterte Maskenpflicht, Sperrstunden oder Kontaktbeschränken gelten. Im Zollernalbkreis ging der Inzidenzwert am Freitag mit 39,1 zwar leicht zurück. Das könnte sich schnell ändern.

Die Anstiege der vergangen Tage erinnern stark an den ersten exponentiellen Anstieg der Infektionen im März. Eine kleine Welle hatte es bereits Ende August gegeben - vor allem im Zusammenhang mit Reiserückkehrern.

Weitere Einschränkungen?

Sollte der Inzidenzwert in den kommenden Tagen die 50er-Marke überschreiten, drohen weitere Einschränkungen im Kreis. "Von Seiten der Landkreisverwaltung wird geprüft, ob eine weitere Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Sportveranstaltungen und Sportwettkämpfen erforderlich und sinnvoll ist – insbesondere in geschlossenen Räumen. Eine Entscheidung hängt von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. Hierzu wird Anfang kommender Woche eine Entscheidung getroffen", teilt eine Sprecherin des Landratsamtes auf Anfrage des Schwarzwälder Boten mit.

Darüber hinaus kann allerdings auch das Gesundheitsamt weitere Maßnahmen, die über die Vorgaben der Coronaverordnung hinausgehen, per Allgemeinverfügung anordnen – beispielsweise Maskenpflicht in der Öffentlichkeit oder Sperrstunden.

Wie viele Personen aktuell im Kreis getestet werden, lasse sich nicht genau beziffern, teilt das Landratsamt außerdem mit. Dies hänge damit zusammen, dass neben der Corona-Schwerpunktambulanz auch verstärkt in den Hausarzt- oder Schwerpunktpraxen getestet werde. In der Corona-Schwerpunktambulanz in der Kreissporthalle werden derzeit rund 650 Personen pro Woche getestet.

Mehr Personal eingesetzt

Wie sieht es mit dem Gesundheitsamt aus? Reichen die personellen Kapazitäten? "Insgesamt kümmern sich zurzeit 15 Mitarbeiter um den Bereich der Kontaktverfolgung", teilt das Landratsamt mit. Weiter heißt es: "Eine weitere Aufstockung ist geplant. Stellen waren hierzu ausgeschrieben, darüber hinaus wurden rund 25 Beschäftigte aus dem Landratsamt für einen Einsatz in der Kontaktnachverfolgung geschult." Trotz der gestiegenen Fallzahlen könne das Gesundheitsamt des Zollernalbkreises derzeit die Kontaktnachverfolgung gewährleisten, versichert das Landratsamt. Die Lage sei demnach noch unter Kontrolle.

Allerdings wisse aktuell niemand, wie sich die Lage in den nächsten Tagen und Wochen weiter entwickelt. Im Endeffekt hängt es von dem Verhalten eines jeden Einzelnen ab, inwieweit sich das Virus weiter ausbreitet.

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