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Zollernalbkreis Zahl der Fundtiere nimmt weiter zu

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Herrenlose Samtpfote: Meist sind es Katzen, die im Tierheim abgegeben werden. Im Durchschnitt bleiben sie 62 Tage. Foto: Schmidt

Zollernalbkreis - Der Fundtierkosten-Pauschalvertrag mit dem Tierschutzverein läuft weiter, und für den Betrieb und Unterhalt des Tierheims gibt es im nächsten Haushaltsjahr 100.000 Euro vom Landkreis.

Mit dem Thema befasst sich der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags am Montag, 25. November, ab 18 Uhr in öffentlicher Sitzung im Landratsamt.

Wie mehrfach berichtet, war 2010 beschlossen worden, stellvertretend für die Gemeinden einen Fundtierkosten-Pauschalvertrag mit dem Tierschutzverein abzuschließen – zunächst für fünf Jahre. Damit sollte die aufwendige Abrechnung der einzelnen Gemeinden, die als Fundbehörden in der Pflicht sind, vereinfacht und die Gemeinden zudem finanziell entlastet werden.

Der Vertrag wurde vor vier Jahren um weitere fünf Jahre verlängert. Er sieht vor, dass es für die Grundversorgung eines Fundhundes 15 Euro am Tag gibt, für eine Fundkatze sieben Euro und für ein Kleintier vier Euro. Die Pauschale deckt Unterbringung, Fütterung und Pflege ab, einschließlich der tierärztlichen Grundversorgung. Hinzu kommen bei Hunden und Katzen die Kosten für Impfungen und Parasitenbehandlung. Lediglich die tierärztliche Notfallversorgung muss von der Tierarztpraxis direkt mit der betreffenden Gemeinde abgerechnet werden.

Aufwendungen von mehr als 122.000 Euro

Im vergangenen Jahr sind 288 Fundtiere ins Tailfinger Tierheim gebracht worden, davon 53 Hunde, 209 Katzen und 26 Kleintiere. Hunde bleiben im Durchschnitt 22 Tage im Tierheim, Katzen 62 Tage und Kleintiere 86 Tage. Insgesamt wurden Fundtiere im vergangenen Jahr 17.816 Tage betreut. Im Jahr davor waren es 10.813 Tage. Das Bruttogehalt für ungelernte Tierpfleger und die Fundtiertransporte mit eingerechnet, ergibt das Aufwendungen von mehr als 122.000 Euro.

Die meisten Fundtiere sind aus dem Raum Albstadt angeliefert worden: Im Jahr 2018 waren es 27 Hunde, 72 Katzen und 18 Kleintiere. Zum Vergleich: In Balingen waren es fünf Hunde, 34 Katzen und vier Kleintiere, in Hechingen sieben Hunde und acht Katzen. Aus Jungingen und Dotternhausen wurde im Jahr 2018 jeweils eine einzige Katze ins Tierheim gebracht.

Zusätzlich zur Pauschale will der Landkreis den Tierschutzverein im kommenden Jahr mit 100.000 Euro unterstützen. Einerseits sind, so die Begründung, die Beschlagnahmung von Tieren durch die Gemeinden – etwa bei gefährlichen Hunden oder "Ani­mal-Hording" – oder die Quarantäne-Haltung von Hunden mit unklarem Tollwut-Impfstatus mit zusätzlichen Kosten verbunden. Darüber hinaus gibt es eine zunehmende Zahl von Exoten, die nicht artgerecht gehalten werden.

Andererseits sind die Gebäude und Einrichtungen des Tierheims, die aus den 1980er-Jahren stammen, dringend sanierungsbedürftig oder entsprechen nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäßes Tierheim. Der Betrag von 100.000 Euro liegt laut Beratungsvorlage "im unteren Bereich der Förderung, die die Tierheime in der Umgebung von den benachbarten Landkreisen erhalten".

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