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Zollernalbkreis Viele Fragen bei Corona-Dialog mit Ministerin

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Nicole Hoffmeister-Kraut hat beim Online-Bürgerdialog mit Günther-Martin Pauli Fragen zu Corona beantwortet. Foto: Landratsamt

Zollernalbkreis - Nicht alle Fragen haben Landrat Günther-Martin Pauli und sein Gast, Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, beim achten Online-Bürgerdialog zu Corona beantworten können. Das Interesse an der Live-Übertragung war wieder groß.

"Da gibt es kein Trainingsprogramm", warb Pauli um Verständnis dafür, dass es nicht so glatt zuging wie in "richtigen" TV-Studios.

Die Ministerin und CDU-Landtagsabgeordnete ging zunächst auf die Hilfeprogramme für Betriebe ein und danach auf die jetzt laufende Öffnungsphase. So bekomme beispielsweise auch die Hotellerie und Gastronomie Unterstützung. Unter bestimmten Voraussetzungen könne man sich wieder in Cafés und Gaststätten setzen.

Probleme auf Balinger Wochenmarkt?

Sie und Pauli appellierten, jetzt nicht nachzulassen und weiterhin die Regeln in Sachen Abstand, Masken und Hygiene zu befolgen. "Es ärgert einen, wenn man Leute sieht, die sich nicht daran halten", gab Pauli zu. Probleme mit der Disziplin gebe es auf einigen Wochenmärkten wie samstags in Balingen, merkte eine Zuschauerin an.

Konkrete Daten für Öffnung der Gastronomie

Warum die Behörden nicht Masken an alle Bürger verteilen, wie ein Bürger online fragte, begründete der Landrat mit dem hohen finanziellen und logistischen Aufwand. Er verwies auf die heimische Textilindustrie, die mehrfach verwendbare und zum Teil modische Masken herstellt. Statt "Vollkasko-Mentalität" sei eigene Verantwortung gefragt, so Pauli.

Live-Video von Günther-Martin Pauli auf Facebook:

Immerhin hätten es alle Beteiligten im Zollernalbkreis geschafft, durch großen Einsatz und zahlreiche Tests die Infektionskurve zu drücken, sagte der Landrat. Er sprach ausdrücklich nochmals allen Helfern seinen Dank aus.

Anfang Juni gibt es mehr Details

Ob bald Hochzeitsfeiern mit 100 Gästen wieder erlaubt seien, wollte ein Zuschauer wissen. Hoffmeister-Kraut erklärte, die Landesregierung diskutiere über Veranstaltungen unterhalb der Schwelle von 1000 Teilnehmern. Anfang Juni werde man Genaueres wissen. Angesprochen auf möglichen Missbrauch der Hilfspakete gab sie an, dass künftig Unternehmen Anträge zur Soforthilfe nur über ihren Steuerberater stellen könnten. Es werde auch Kontrollen geben.

"Die Mitarbeiter im Ministerium, die sich mit Soforthilfe-Anträgen befassen, arbeiten jeden Tag, auch an Wochenenden und Feiertagen", so Hoffmeister-Kraut. Mit dem Bund sei man im Gespräch über Konjunkturprogramme, Steuererleichterungen und Abschreibungsmodelle. "Das zweite Quartal wird sehr schwierig", erklärte die Ministerin mit Blick auf die Auto-Zulieferer, die unter massiven Auftragseinbrüchen litten.

Kein "Hotspot" in Pflegeheimen

"Wir sind immer noch im Krisenmodus Helfen und Retten", sagte Pauli. Doch habe man die Corona-Stationen bis jetzt nicht benötigt. Er berichtete, dass in 18 der 28 Pflegeheime im Kreis Bewohner und Mitarbeiter getestet wurden. Ergebnis: 96 von 2000 Tests positiv. Es habe sich kein "Hotspot" herausgestellt.

Keine Maßnahmen für erneuten Corona-Lockdown

"Die Kinderbetreuung muss wieder stattfinden", darin waren sich Hoffmeister-Kraut und Pauli einig, um Eltern zu entlasten. An den Schulen werde wieder mit Unterricht begonnen. "Die Kinder wollen gerne wieder in die Schule", wunderte sich die Mutter dreier Kinder.

Der Betrieb der Testzentren soll nach Paulis Angaben weitergehen. Er verwies nochmals auf die im Bundesvergleich große Anzahl der Tests im Zollernalbkreis. Die Erfahrungen der Pandemie werde man beim Bau des neuen Zentralklinikums berücksichtigen.

Andere Fragen bezogen sich auf Sport, der im Freien bald möglich sein soll, in Hallen wahrscheinlich vor Pfingsten, oder den Übungsbetrieb der freiwilligen Feuerwehren. Paulis Online-Dialog verzeichnete 84 Kommentare und 1087 Aufrufe. 121 Mal wurde positiv oder negativ reagiert. Die Chefin der Balinger Arbeitsagentur, Anke Traber, ist am nächsten Mittwoch zu Gast.

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