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Sportlerwahl: Luca Roth und Frommerns Fußballerinnen zum zweiten Mal Nummer eins.

Annkathrin Lucas, Luca Roth und die Fußballerinnen des TSV Frommern sind die »Sportler des Jahres« im Zollernalbkreis. Durften Roth und die TSV-Frauen den Pokal schon zum zweiten Mal mit nach Hause nehmen, war es für Lucas eine Premiere.

Zum 19. Mal suchten der Schwarzwälder Bote und die Wochenzeitung WOM in Kooperation mit der Sparkasse Zollernalb die beliebtesten Sportler im Kreis. Am Donnerstagabend wurden die Sieger und die Platzierten in den Räumen der Sparkasse Zollern­alb in Balingen gekürt.

Hausherr Markus Schmid, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zollernalb, hielt sich gar nicht lange mit der Begrüßung auf: »Das ist ein entspannter Abend. Ich kann zum Büffet einladen und muss keine Statements über Dinge abgeben, von denen ich keine Ahnung habe. Aber: Viele der zu Ehrenden wären nicht hier, wenn es die Sparkasse nicht gäbe.« Landrat Günther-Martin Pauli sieht es als Ehre an, die Sportlerwahl als Schirmherr zu begleiten – jedoch nicht ganz ohne Eigennutz: »Das verleiht sportlichen Glanz, ohne einen Muskelkater zu bekommen.«

Als es um die Abstimmungsergebnisse ging, präsentierte Sportredakteur und Moderator Thomas Hauschel den rund 120 Gästen im Saal gleich eine Überraschung. Bei den Frauen war Skirennläuferin Annkathrin Lucas zum ersten Mal überhaupt nominiert und lag in der Gunst der Leser gleich ganz vorne. Rang zwei, wie bereits im vergangenen Jahr, ging an die Schützin Yvonne Schlotterbeck vom SV Bisingen. Auch hinter ihr blieb alles beim Alten. Ida Mayer sprintete auf Platz drei.

Gleich drei »verrückte« Männer standen Sportredakteur Peter Flaig in den Interviews Rede und Antwort. Denn wer stürzt sich schon Sprungschanzen hinab, wie Sieger Luca Roth? »Ich bin schon verrückt«, meinte Triathlet Thomas Bosch angesichts der Distanzen, die er im Wasser, auf dem Fahrrad und in Laufschuhen immer wieder zurücklegt. »Eigentlich komme ich vom Schwimmen. Ich war in der DLRG, aber dort lernt man nicht zu schwimmen – schwimmen schon, aber nicht schnell schwimmen.« Rang zwei ging an den für die LG Tübingen startenden Zehnkämpfer René Stauß aus Benzingen. Verrückt und eine große Herausforderung sei es, an zwei Tagen zehn Disziplinen zu bewältigen. Zweimal steigerte der 26-Jährige 2013 seine persönliche Bestleistung und stieß in die nationale Spitze vor. »Aber«, so gab Stauß mit breitem Grinsen zu verstehen, »das beste Alter kommt noch.«

Aus dem Feiern nicht mehr heraus kommen derzeit die Kunstturnerinnen der TSG Balingen. Noch am Sonntag feierten sie als Aufsteiger den Titel in der Oberliga. Bei der Sportlerwahl landeten die Vorjahressiegerinnen auf Rang drei. »Ich bin so stolz auf meine Mädels«, bekannte Trainer Rudi Bareth. Ob sie auch den Aufstiegswettkampf zur Regionalliga wagen, steht noch nicht fest. »Dort würden wir gegen Profis antreten, die wesentlich bessere Bedingungen haben. Deshalb will das wohl überlegt sein«, sagte Claudia Bareth.

Platz zwei ging an die A-Jugend-Handballer der Talentschmiede JSG Balingen-Weilstetten, die im vergangenen Jahr süddeutscher Meister wurden. Rang eins sicherten sich wie schon 2010 die Fußballerinnen des TSV Frommern – der Lohn für den Aufstieg in die Verbandsliga.