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Zollernalbkreis Schausteller-Branche fürchtet um Existenz

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Symbolisch zu Grabe getragen wird bei der Demo in München eine ganze Branche. Foto: LSM

Zollernalbkreis - Eine Branche, die von der Corona-Krise besonders arg gebeutelt ist, sind die Schausteller und Marktbeschicker. Um auf ihre Not aufmerksam zu machen, haben sie zuletzt in München demonstriert. Mit dabei: Teilnehmer aus dem Zollernalbkreis.

Michael Haller aus Grosselfingen ist seit zehn Jahren Bezirksvorsitzender des Landesverbands der Schausteller und Marktkaufleute (LSM) und ist enttäuscht von der Landesregierung, genau genommen vom Sozialministerium. Denn aufgrund der Corona-Pandemie dürfen nur wenige Krämermarkte stattfinden, Volksfeste sind ganz abgesagt. Das bedeutet bittere Einnahmeverluste für die ganze Branche.

Absagen von Weihnachtsmärkten wäre Ende für einige Betriebe

Durch Soforthilfe und Überbrückungshilfe seien nur 80 Prozent der Fixkosten erstattet worden, schreibt Haller – ein Tropfen auf den heißen Stein. Er hat drei Angestellte und drei Aushilfen, die seit dem 13. März in Kurzarbeit sind. Wenn jetzt auch noch die Herbst- und Weihnachtsmärkte wegfallen, sei das für viele Betriebe das Ende, ist er sich sicher. Vor diesem Grund versteht Haller nicht, dass Märkte, wie die für den 29. Juli in Balingen und für den 23. Juli in Hechingen vorgesehenen, abgesagt wurden.

Dabei gebe es durchaus Lösungen. So habe der LSM den Kommunen ein Hygienekonzept vorgelegt, nachdem an den Marktständen ein Kontaktformular ausgefüllt wird, dass die Gemeinden dann vier Wochen aufheben, um gegebenenfalls ein Infektionskette nachverfolgen zu können.

Wenige Städte wie Reutlingen, Rottweil und Schramberg würden Krämermärkte wieder genehmigen – wenngleich in kleinerem Rahmen. Auch würde dort Abstandsregeln gelten, die Händler tragen Masken, Desinfektionsmittel werden angeboten. "Wir sind diesen Kommunen sehr, sehr dankbar für die Ausrichtung. Hoffentlich folgen bald viele.", wünscht sich Haller.

Geringeres Infektionsrisiko an der frischen Luft

Der 51-Jährige gibt zudem zu Bedenken: "Wir sind ein Kaufhaus an der frischen Luft, haben ein bis zu 19-fach geringeres Infektionsrisiko, aber trotzdem werden unsere Krämermärkte abgesagt. Wir sind der Ursprung des Einzelhandels, gehören aber laut dem Sozialministerium nicht dazu, sondern zu Veranstaltungen."

Wenn in Italien wieder Krämermärkte abgehalten werden, der Europapark wieder geöffnet ist und es ab September wieder Messen gibt, aber die Marktbeschicker in der Region zum Nichtstun verdammt sind, findet Haller, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

Deshalb haben die Schausteller und Marktkaufleute bereits in Berlin und München demonstriert, auch mit Teilnehmern aus dem Zollernalbkreis. Die nächste Kundgebung ist in Stuttgart geplant.

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