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Zollernalbkreis NGG: Soforthilfe für Gastgewerbe nötig

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Wegen Corona geschlossen: Die Gastronomie zählt zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen. Um die finanziellen Nöte der Beschäftigten zu lindern, fordert die Gewerkschaft NGG Soforthilfen für sie. Foto: NGG

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert Soforthilfe für das Gastgewerbe im Kreis während der Corona-Krise.

Zollernalbkreis - Der Lockdown für die Branche treffe nicht nur die rund 290 Unternehmen mit voller Wucht, sondern bringe auch die 2300 Beschäftigten in existentielle Nöte, warnt die NGG.

Sie hätten seit dem Frühjahr mit massiven finanziellen Einbußen durch die Kurzarbeit zu kämpfen. Wegen der meist niedrigen Löhne im Gastgewerbe und des fehlenden Trinkgelds seien nun auch die letzten Reserven aufgebraucht. "Das Geld reichr kaum mehr für die Miete –von Weihnachtsgeschenken ganz zu schweigen", sagt Claus-Peter Wolf, Geschäftsführer der NGG-Region Baden-Württemberg-Süd.

Die NGG fordert die Bundesregierung auf, den Beschäftigten im Gastgewerbe eine Corona-Sofort-Nothilfe in Höhe von 1000 Euro zu zahlen. "Die Politik greift den Firmen mit enormen Summen unter die Arme, um eine Pleitewelle zu verhindern. Jetzt darf sie dieBeschäftigten nicht im Regen stehen lassen", so Wolf.

Auszahlung soll geknüpft sein an Erhalt von Arbeitsplätzen

Nach Einschätzung der NGG würden sich die Kosten für eine Beschäftigten-Nothilfe im Dezember auf rund 600 Millionen Euro belaufen. Zum Vergleich: Die Unternehmenshilfen im Gastgewerbe kosten den Staat laut Bundesregierung allein in diesem Monat 17 Milliarden Euro.

Außerdem müsse die Auszahlung der Unternehmenshilfen an den Erhalt von Arbeitsplätzen geknüpft werden. "Es darf nicht sein, dass sich Wirte und Hoteliers jetzt 75 Prozent des Vorjahresumsatzes erstatten lassen und wenig später ihre Mitarbeiter vor die Tür setzen." Zwar befänden sich die Unternehmen in einer historisch einmaligen Krise. Diese müsse aber gemeinsam mit den Beschäftigten ausgestanden werden – nicht zuletzt, um Fachkräfte zu halten, die nach der Pandemie dringend gebraucht würden.

Nach Angaben der Hans-Böckler-Stiftung könnte die Einführung eines "Mindest-Kurzarbeitergeldes" entscheidend dabei helfen, die Einkommenseinbußen im Niedriglohnsektor gering zu halten. Hierzulande müsste ein "Mindest-KuG" bei 1200 Euro im Monat liegen. Klar sei auch, dass die Politik rasch einen Fahrplan vorlegen müsse, wie es im neuen Jahr weitergehe. Bis eine Covid-19-Impfung für die gesamte Bevölkerung bereitstehe, könnten noch Monate vergehen: "Eine Zeit, die Unternehmen und Beschäftigte im heimischen Gastgewerbe ohne weitere Hilfen nicht haben", so Wolf.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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