Wohnraum wird teurer: Mieter müssen für ihre Wohnung bis zu 11,4 Prozent mehr bezahlen. Aber im Zollernalbkreis bleibt es im landesweiten Vergleich weiterhin günstig. Foto: Weigel

Spitzenreiter im Land: Im Kreis steigen Quadratmeterpreise durchschnittlich um 11,46 Prozent an.

Zollernalbkreis - Wer in Stuttgart oder in einer Universitätsstadt leben will, muss für eine Mietwohnung immer tiefer in die Tasche greifen. Die jüngsten Mietpreiserhöhungen machen aber auch vor der Zollernalb nicht Halt: Der Landkreis ist mit einer Erhöhung um 11,46 Prozent Spitzenreiter in Baden-Württemberg.

Unmittelbar danach folgen nach Angaben des Immobilienportals Immonet der Kreis Reutlingen (+11,33 Prozent) sowie der Kreis Tuttlingen (+10,91 Prozent). Dennoch bleibt das Wohnen im Zollernalbkreis verhältnismäßig günstig: Trotz Steigerung bleiben die Quadratmeterpreise des Zollernalbkreises im Durchschnitt bei 5,35 Euro, im Kreis Tuttlingen bei sechs Euro und reichen kaum an die Spitzenwerte der Metropolregion Stuttgart heran. Dort lag der Angebotsmietpreis im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 12,24 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Die moderateste Steigerung zeigte sich im Kreis Waldshut. Hier stiegen die Angebotsmieten um lediglich knapp 0,2 Prozent auf 6,13 Euro pro Quadratmeter. Glücklich schätzen können sich Mieter dort, wo die Mieten günstiger werden: in den Kreisen Heidelberg (-0,84 Prozent), Freudenstadt (-0,35 Prozent), Konstanz (-9,71 Prozent) und Neckar-Odenwald (-6,83 Prozent). Am günstigsten wohnen Baden-Württemberger übrigens derzeit im Neckar-Odenwald-Kreis. Hier liegt der Quadratmeterpreis bei rund fünf Euro.

Im landesweiten Durchschnitt zogen laut Immonet die Angebotsmieten bei Wohnungen zwischen 60 und 120 Quadratmeter zum Ende des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp drei Prozent auf 7,91 Euro pro Quadratmeter an. Im Vergleich: Im Bundesdurchschnitt lag der Quadratmeterpreis bei 6,53 Euro. Somit leben die Baden-Württemberger am viertteuersten in ganz Deutschland. Nur in Hamburg, Berlin und Hessen lebt es sich noch teurer.

Die Preissprünge bei den Mieten scheinen sich nach Einschätzung von Immonet jedoch abzuschwächen. So verzeichne der Kreis Tübingen Mietsteigerungen von knapp unter einem Prozent. Gleichzeitig liege der Quadratmeterpreis hier jedoch mit rund acht Euro im oberen Drittel aller Kreise.

Im Nachbarkreis Böblingen sehe es mit einer Steigerungsrate von gut einem Prozent und 8,65 Euro für den Quadratmeter ähnlich aus. Im Vergleich: In Baden-Württemberg lag der durchschnittliche Angebotsmietpreis Ende des vergangenen Jahres bei 7,91 Euro pro Quadratmeter; die durchschnittliche Steigerung betrug laut Immonet landesweit rund 3,5 Prozent.

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