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Zollernalbkreis Junge Tüftler bereit fürs große Abenteuer

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Und das Bäumchen haben sie auch noch bekommen: Das Team "Sandfire" mit jungen Leuten aus dem Zollernalbkreis ist startklar für die Allgäu-Orient-Rallye, nachdem ihnen der Balinger Revierförster Siegfried Geiger noch eine Schwarzkiefer organisiert hat. Foto: Sandfire

Zollernalbkreis - Die letzten Vorbereitungen sind getroffen. Am Samstag startet die achte Allgäu-Orient-Rallye, die in drei Wochen von Oberstaufen in die jordanische Hauptstadt Amman führt. Das Team "Sandfire" aus dem Zollernalbkreis ist bereit.

Seit Peter Schmoll aus Owingen, die Brüder Benedikt und Kajetan Geiger aus Weilstetten, Daniel Lebherz aus Albstadt, Andrea Leibfritz aus Frommern und Claudius Kuebart aus Ingolstadt sich und ihr ehrgeiziges Projekt (siehe Info-Rubrik) vor fast vier Wochen bei der Balinger Einkaufsnacht vorgestellt haben, hat sich einiges getan.

Die beiden VW Passat und der Audi Kombi in ihrer orangen und schwarzen Grundlackierung sind inzwischen dank der Unterstützung durch viele Sponsoren mit großen und kleinen bunten Aufklebern verziert und sehen wie richtige Rallye-Autos aus.

Ziel in Jordanien

Bei der Einkaufsnacht in Balingen durften sich außerdem Fans gegen einen kleinen Obolus mit einem Stift auf dem Lack verewigen. Sprüche wie "Wir wünschen viel Glück" oder "Lasst es krachen" steht neben vielen Namen und Herzchen auf den Autos. Als Dankeschön schickt Team "Sandfire" den Spendern dafür Postkarten, wenn es nach 6666 Kilometern sein Ziel in Jordanien erreicht hat.

Was man aus einem alten, für ein paar hundert Euro erstandenen Auto alles machen kann, darüber kann man nur staunen. Neue Luftfilter oder die obligatorischen technischen Checks sind ja noch nichts Besonderes. Die Installation einer Holzunterlage zum Schlafen, dort wo die Rücksitzbank ist, oder eine von der Wasserpumpe angetriebene Trinkwasserversorgung, die man bei geöffneter Heckklappe als Dusche benutzen kann, aber schon. Solche Gimmicks haben sich die sechs jungen Tüftler im Alter von 25 bis 30 Jahre einfallen lassen, um auf der Rallye Übernachtungskosten sparen zu können.

Nachdem man mit den Fahrzeugen vor jedem Firmengebäude eines Sponsors noch Fotos gemacht hat, ging’s ans Abhaken der letzten Details: Ein Musikinstrument, das mitgenommen werden muss, wurde vom MV Frommern organisiert: Es ist ein Tenorhorn. Außerdem fehlte noch ein kleiner Baum, der in einem Park nahe des Fenerbahce-Stadions in Istanbul gepflanzt wird. Am Samstag übergab Siegfried Geiger, Revierförster für Balingen-West, dem Team "Sandfire" eine Schwarzkiefer.

Dazu werden die Autos noch mit Sachen vollgepackt, die das Team einem Internat für Schwerhörige und Taube im Alter von sechs bis 20 Jahren in Bulgarien mitbringt.

Am Freitag reist Team "Sandfire" nach Oberstaufen und alle sind happy, dass der Tag des Starts näher rückt. "Endlich geht es los", drückt Peter Schmoll die erwartungsfrohe Stimmung im Team aus. Man habe vier Wochenenden komplett durchgearbeitet und auch sonst viele Tage und Stunden in Kleinarbeit investiert. Er selbst will ein Snowboard einpacken und auf der Zwischenstation beim Berg Ararat die Gelegenheit zum Surfen im Schnee nutzen.

In der Rallye-Route gab es in letzter Minute eine Änderung. Weil die zyprischen Behörden wegen ihrer Staats- und Finanzkrise auf die Deutschen nicht gut zu sprechen sind, gibt’s keine Durchreiseerlaubnis. Also fährt man mit dem Schiff direkt von der Türkei nach Israel und steuert dafür vermutlich Jerusalem und Bethlehem an.

Die Allgäu-Orient-Rallye startet am Samstag, 27. April, in ihrer achten Auflage. Sie führt über 6666 Kilometer von Oberstaufen über die Balkanstaaten die Türkei, Israel und Palästina nach Jordanien. Es gibt 111 Teams, 333 Fahrzeuge und 666 Teilnehmer. Ein Rallyeteam besteht aus sechs Personen und drei Autos. Nicht unbedingt alle Fahrzeuge müssen am Zielort ankommen. Wichtig ist, aber, dass das gesamte Team gemeinsam mit mindestens einem der gestarteten Fahrzeuge über die Ziellinie fährt. Es darf auf keinen Autobahnen oder über Mautstraßen gefahren werden. Während der Fahrt müssen Sonderaufgaben erfüllt werden.

Nur Autos, die mindestens 20 Jahre alt sind, oder Fahrzeuge, die nicht mehr als 1111,11 Euro wert sind, werden zu der Rallye zugelassen. Motorräder müssen mindestens 20 Jahre alt sein.

Wer die Abenteuerfahrt des Teams "Sandfire" mitverfolgen möchte: Jedes Team wird mit einem GPS-Sender ausgestattet, und es gibt ein GPS-Live-Tracking. Die Koordinaten werden veröffentlicht – und zwar auf der Homepage: www.team-sandfire.de oder auf www.facebook.com/TeamSandfire.

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Thomas Kost

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