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Zollernalbkreis Grüne schicken Feucht ins Rennen

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Faust auf Faust: Erwin Feucht und Sevgi Turan-Rosteck sind die Kandidaten der Grünen für die Landtagswahl 2021 im Wahlkreis Balingen. Die beiden sind ein eingespieltes politisches Duo, im Balinger Gemeinderat sitzen sie gemeinsam. Nun wollen sie der CDU im Wahlkreis das Direktmandat wegschnappen. Foto: Privat/Maier

Zollernalb - Im Landtagswahlkreis Balingen kommt es im nächsten Jahr zur Wiederauflage des Duells von 2016: Die Grünen schicken Erwin Feucht ins Rennen, der damit erneut gegen Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) antreten wird. Die Mitglieder nominierten Feucht am Montagabend in Weilstetten.

Feucht erhielt im ersten Wahlgang 26 der 42 möglichen Stimmen und setzte sich damit auf Anhieb gegen seine Mitbewerber Ulrich Kohaupt aus Albstadt (13 Stimmen) und Norbert Ziegeler (3) aus Ergenzingen durch. Zur Ersatzbewerberin wurde Sevgi Turan-Rosteck (41 Jahre, Balingen) gewählt.

Haben die Grünen bessere Chancen?

Feucht kündigte einen "grandiosen Wahlkampf" an, der direkt nach der Sommerpause beginnen werde. Er sei sicher, so Feucht, dass die Grünen bei der Landtagswahl 2021 im Wahlkreis "mehr erreichen können" als noch 2016.

Damit hat Feucht die Messlatte sehr hoch angesetzt, sein Wille ist klar: Der 60-Jährige will im Wahlkreis Balingen, zu dem bis auf Hechingen, Burladingen und Jungingen alle Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis sowie Hirrlingen und Starzach im Kreis Tübingen gehören, der CDU das Direktmandat wegschnappen. 2016 hatte er das nur hauchdünn nicht geschafft: 311 Stimmen lag er hinter der Wahlsiegerin Hoffmeister-Kraut, die später im grün-schwarzen Kabinett zur baden-württembergischen Wirtschaftsministerin avancierte.

Ansprechpartener im Landesparlament

Die ersten Spitzen gegen die Hauptrivalin ließ Feucht am Montag denn auch gleich einmal los: Es sei zwar nett, dass die Wirtschaftsministerin aus dem Zollernalbkreis komme, viel wichtiger aber wäre es, wenn die Menschen vor Ort einen Ansprechpartner im Landesparlament hätten. Als ein "Mann der Basis" mit starken grünen Wurzeln wolle er das gerne sein, so Feucht. Einsetzen wolle er sich im Fall seiner Wahl für einen besseren Arten-, Natur- und Umweltschutz, für nachhaltige Mobilität und eine bessere Bildungspolitik. Kultusministerin Susanne Eisenmann, Spitzenkandidatin der CDU für die Wahl 2016, bekam von Feucht auch ihr Fett weg: Er warf ihr massive Versäumnisse bei Bildung und Betreuung vor. Sie habe es unter anderem nicht geschafft, die Digitalisierung voranzubringen – dies räche sich nun in Corona-Zeiten.

Der Albstädter Ulrich Kohaupt (60) hatte sich den Grünen-Mitgliedern als Kandidat präsentiert, der sich vor allem für den Erhalt des natürlichen Lebensraums aus Respekt vor der Natur und den Menschen sowie qualitatives Wirtschaftswachstum auf Basis von Innovation und Bildung starkmachen wolle. Als das Nominierungsergebnis bekannt wurde, applaudierte Kohaupt dem Sieger Feucht; seine Enttäuschung war ihm jedoch auch anzusehen. Norbert Ziegeler, als Kandidat im Wahlkreis kaum bekannt, nahm sein Wahlergebnis mit einem lakonischen Schulterzucken auf.

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