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Zollernalbkreis Gärtner stehen nach Unwetter vor Scherbenhaufen

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Überall muss zerbrochenes Glas beseitigt werden. Ein Gärtner rettet in der Gärtnerei Sämann in Ostdorf noch brauchbare Pflanzen. Dort ist das Betreten der Gewächshäuser gefährlich. Foto: Hertle

Balingen/Geislingen/Rosenfeld - Der Hagelschlag hat auch bei den Gartenbaubetrieben der Region massive Schäden hinterlassen. Nun muss viel kaputtes Glas weggeräumt werden.Die Gärtnerei Sämann aus Ostdorf hat massive Schäden durch das Unwetter vom Anfang der Woche zu vermelden. 1000 Glasscheiben in vier Gewächshäusern wurden zerschlagen, und auch viele der im Freien stehenden Pflanzen sind zerstört. Die Aufräumarbeiten gehen langsam voran, das zerbrochene Glas muss in Container verfrachtet werden. "Erst 2012 haben wir die Gewächshäuser neu verglasen lassen", sagt Ernst Bächtle, der vor einem Monat den Betrieb seiner Tochter Sigrid Herber übergeben hat. Die neuen Scheiben sollen aus Sicherheitsglas sein – die Versicherung zahle nur einfaches Glas, so Bächtle.

Aber nicht überall sind die Schäden so groß. Das Blumenhaus Jetter und "Blumen im Fachkauf" Jetter aus Balingen sind schadenfrei davon gekommen.

Viel kaputtes Glas hat es hingegen bei der Gärtnerei Hauser in Geislingen gegeben. Dort wagen sich die Gärtner nur mit Schutzhelm in die Hallen – oben hängen lange Glasscherben und drohen abzustürzen. Helfer sind dabei, die beschädigten Scheiben und den Kitt zu entfernen. "Wir haben 700 Quadratmeter Glas bestellt und schon bezahlt", sagt Albrecht Hauser.

Gewächshäuser und eine Folienhalle wurden auch bei der Geislinger Gärtnerei Brobeil beschädigt. Jörg Brobeil schätzt, dass der Schaden an Gebäuden und Kulturen in die Zehntausende geht. "Nun muss man sehen, was im Freiland wieder wächst", so Brobeil. Einbußen gebe es bei Menge und Qualität des Gemüses: "Wenn ein Hagelkorn einen Blumenkohl trifft, gibt es eine braune Druckstelle."

Die ganze Familie arbeitet in der Rosenfelder Gärtnerei Mayer zusammen, um das zerschlagene Glas der Gewächshäuser zu beseitigen. Dort ist der Schaden durch das Unwetter besonders groß. "Fünf Minuten Hagel – das ist das Ende der Gärtnerei", sagt Magda Mayer, die mit ihrem Mann Karl Mayer die Gärtnerei unterhalb der Stadtmauer in den vergangenen Jahren nur noch "hobbymäßig" geführt und Familie und Freunde mit Gemüse versorgt hat: "Den Überschuss hat der Tafelladen bekommen." Karl Mayer hatte 1983 den Betrieb nach Leidringen ausgesiedelt. Mit 70 Jahren hat er ihn verkauft. Die Mayers werden die Gewächshäuser wohl nicht mehr aufbauen: "Das können wir nicht finanzieren mit unserer landwirtschaftlichen Rente." Die Kinder und Enkel seien in der Gärtnerei aufgewachsen, so Magda Mayer; man habe sogar ein Gewächshaus als Partyraum hergerichtet und dort Familienfeste gefeiert.

Das Abfallwirtschaftsamt empfiehlt, kleinere Mengen Glas im Restmüll zu entsorgen und nicht über die Glasmüllcontainer, da dort Verletzungsgefahr besteht. Große Mengen müssen auf die Mülldeponie. Wer seinen Spermüllschein für dieses Jahr noch nicht verwendet hat, kann ihn für den Glasbruch verwenden. Auch wird empfohlen, sich bei der Gebäudeversicherung wegen der Entsorgung des Glasbruchs zu erkundigen.

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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