CDU-Politiker teilt auf Twitter aus. Erstwähler sollen "erst mal eigenens Geld" verdienen. Shitstorm im Netz.
Zollernalbkreis - Wie schlechte Verlierer aussehen? Ein bisschen so wie CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Oder Parteifreund Thomas Bareiß. Erstere forderte verschnupft Regeln für "Meinungsmache" im Wahlkampf ein, nachdem eine Gruppe Youtuber vor der Europawahl den Aufstand gegen CDU und SPD geprobt hatte. Letzterer teilte nun auf Twitter gegen die Erstwähler aus. Tenor: Verdienen die Jungspunde erst mal ihr eigenes Geld, werden sie schon lernen, wo sie ihr Kreuz zu machen haben - bei der CDU.
Wörtlich heißt es in dem Tweet des Staatssekretärs: "Wenn die #Erstwähler mal ihr eigenes Geld verdienen und selber spüren wer das alles bezahlen muss sieht die #Wahl vielleicht auch wieder anders aus. Ich bin sicher, dass schlussendlich die #Vernunft siegt. Also mal abwarten...." Auslöser war ein verbaler Schlagabtausch mit dem "Die Linke"-Bundestagsabgeordneten Niema Movassat zum Thema CO2-Steuer. Movassat attestierte dem CDU-Mann daraufhin "Arroganz und Abgehobenheit".
Bareiß selbst äußert sich auf Facebook zur Debatte. Wer eine Entschuldigung an die Adresse der Erstwähler erwartet hat, wird allerdings enttäuscht. Der Staatssekretär bleibt sich treu: Er sehe es als seine Aufgabe an, einen zu Standpunkt zu haben "und den dann auch offen und gradlinig" zu vertreten, heißt es in seinem Post.