Überfüllte Mülltonnen am Straßenrand: Im Zollernalbkreis ist das ein seltenes Bild, denn mit dem Haus-, Bio- und Plastik-Müll wird hier gut gewirtschaftet. Foto: Jens Wolf

Abfallbilanz des Umweltministeriums für 2014: Landkreis belegt im Vergleich der "städtischen Kreise" weiterhin den vierten Platz.

Zollernalbkreis - Wie umweltbewusst sind die Zollernälbler? Und wie gut wirtschaftet das Amt für Abfallwirtschaft? In der jährlich veröffentlichten Müllbilanz des Umweltministeriums liegt der Zollernalbkreis im Vergleich der "städtischen Kreise" auf Rang vier, im absoluten Vergleich weiterhin unter den "Top 10".

Möglichst alle Wertstoffe sollen abgeholt und dann hochwertig recycelt werden. Der Zollernalbkreis – 918 Quadratkilometer groß, Ende 2014 148 611 Einwohner, umgerechnet 201 Einwohner pro Quadratkilometer – hat sich in Sachen Abfalltrennung und -verwertung in den vergangenen Jahren einiges verändert: Laut Abfallbilanz des Ministeriums waren im Jahr 1990 23 Prozent des Abfalls Wertstoffe und nur ein Prozent ging in die Biotonne. Im vergangenen Jahr wurden bereits 47 Prozent des Abfalls als Wertstoffe recycelt, immerhin 13 Prozent wurden über die "braune Tonne" entsorgt.

Seit mehr als 20 Jahren legt das Ministerium für Umwelt Baden-Württemberg jährlich eine Abfallbilanz vor. Darin werden die Abfallmengen aller Stadt- und Landkreise ausgewertet. Neben Rest- und Biomüll sowie Sperrmüll werden auch alle getrennt gesammelten Wertstoffe wie Altpapier, Altholz, Verpackungen und Elektrogeräte mit den Mengen der Vorjahre verglichen.

Im Zollernalbkreis betrug das Pro-Kopf-Aufkommen im vergangenen Jahr 100 Kilogramm, ein Kilogramm mehr als im Jahr davor. Im Landesdurchschnitt wurden im vergangenen Jahr pro Einwohner rund 150 Kilo Haus- und Sperrmüll weggeworfen.

Die wenigsten Abfälle haben im vergangenen Jahr die Bürger des Landkreises Freudenstadt produziert, nämlich 66 Kilogramm pro Person. Die Mannheimer produzieren hingegen den meisten Müll: Pro Einwohner wurden im vergangenen Jahr 2250 Kilogramm Haus- und Sperrmüll weggeworfen.

Was die Wertstoffe angeht, so hat jeder Zollernälbler im vergangenen Jahr 24 Kilogramm Papier, 26 Kilogramm Altglas, 8,8 Kilogramm Metall. 17,2 Kilogramm Kunststoff und 7,6 Kilogramm Elektro- und Elektronikschrott entsorgt. Insgesamt sind die Müllgebühren unverändert geblieben: Ein Vier-Personen-Haushalt bezahlt im laufenden Jahr 174 Euro.

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