Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Zollernalbkreis Drogen und Alkohol steigern Aggressivität

Von
Alkohol ist oft im Spiel, wenn junge Leute Straftaten begehen. Foto: Hase

Zollernalbkreis - Einen leichten Anstieg bei den Straftaten, begangen von Kindern und Jugendlichen, hat die Polizei im Jahr 2019 im Zollernalbkreis verzeichnet. Sorgen machen nach wie vor Drogen, beispielsweise Cannabis, und Alkohol.

Jede Menge Zahlen und Statistiken hatte Lothar Rieger, der Zuständige des Polizeipräsidiums Reutlingen für die Prävention im Zollernalbkreis, im Jugendhilfeausschuss parat. Daraus ergibt sich für das vergangene Jahr ein minimaler Anstieg bei den Straftaten auf 6562 und ein leichter Rückgang der Aufklärungsquote von 65,7 auf 63,3 Prozent. Die Zahl der Tatverdächtigen ist laut Rieger um 2,7 Prozent auf 3212 zurückgegangen. 28 Prozent von ihnen sind Nichtdeutsche. Die Statistik vermerkt auch, dass der Anteil der Tatverdächtigen, die unter Alkoholeinfluss standen, um 10,7 Prozent auf 436 gestiegen ist.

Bei den "Jungtätern" unter 21 Jahren ergibt sich gegenüber 2018 ein Rückgang um 71 auf 752. Davon waren 97 deutlich betrunken. Der Anteil der Kinder unter 14 Jahren sank von 139 auf 121, der der Jugendlichen von 345 auf 321 und der der Heranwachsenden von 18 bis 20 Jahren von 339 auf 300.

7,4 Prozent beträgt laut Rieger der Anteil der Flüchtlinge oder Asylbewerber an den Straftätern; die Zahl ist von 244 auf 131 gesunken.

Insgesamt abgenommen hat die Zahl der Diebstähle. Eine Steigerung verzeichnet die Polizeistatistik hingegen bei Körperverletzungen. Bei Kindern und Jugendlichen spielen Diebstähle eine Hauptrolle, bei Heranwachsenden der Besitz von oder der Handel mit Drogen.

Auffällig ist die Zunahme von Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Dies bringt Rieger in Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornografie über Smartphones und im Internet. Sein Rat: "Eltern sollten sich anschauen, was ihre Kinder gucken."

Messer schnell gezückt

Der Kriminalhauptkommissar ging auch auf die Arbeit der Balinger Rauschgift-Ermittlungsgruppe ein. Demnach gebe es einen Zusammenhang zwischen einer Häufung an psychischen Störungen durch Drogen bei Jugendlichen. Besonders Cannabis werde häufig konsumiert. Rieger verzeichnete eine gesteigerte Aggressivität durch Rauschgift, die "Legal Highs" genannten Kräutermischungen und Alkohol. So habe es bei Heranwachsenden 2019 zehn Fälle von Widerstand gegen Polizeibeamte gegeben.

Besonders bemerkenswert für den Präventionsbeamten: das "Tatmittel Messer" bei Jugendlichen. Dieses werde, besonders unter Einfluss von Alkohol und Drogen, manchmal schnell gezückt und eingesetzt.

Riegers Einschätzung: "Die Meinung, ein Messer sei eine Verteidigungswaffe, ist absoluter Schwachsinn."

Kinder, Jugendliche und Heranwachsende werden laut Rieger Opfer von Sexualdelikten, Körperverletzung oder Bedrohung.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.