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Zollernalbkreis Defibrillatoren können per App geortet werden

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Alle im Zollernalbkreis gemeldeten Geräte sind nach Angaben des Landratsamts erfasst. (Symbolfoto) Foto: yourschantz / pixabay

Zollernalbkreis - Der Fall, dass man einen Menschen wiederbeleben muss, ist selten. Tritt er doch ein, müssen Ersthelfer schnell handeln. Laien-Defibrillatoren oder sogenannte AED-Geräte (Automatisierter Externer Defibrillator) sind dabei unerlässlich. Eines zu finden, ist jetzt per App möglich.

Alle im Zollernalbkreis gemeldeten Geräte sind nach Angaben des Landratsamts nun erfasst und können über die Defi-App des Bayerischen Roten Kreuzes eingesehen werden. Diese kann kostenlos auf das Smartphone heruntergeladen werden.

Was tun bei einem Herzstillstand? Als Ersthelfer sollte man einen kühlen Kopf bewahren und direkt Hand anlegen, denn bereits nach fünf Minuten ohne Herzdruckmassage bleiben mit hoher Wahrscheinlichkeit irreparable Schäden zurück. Betroffene haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit der Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät zum Einsatz kommt. "Der plötzliche Herztod ist in Deutschland mit mehr als 150 000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen", so Landrat Günther Martin Pauli, der sich in der Kommunalen Gesundheitskonferenz für einen "Herzsicheren Zollernalbkreis" einsetzt.

Um sich einen aktuellen Überblick aller AED-Geräte im Zollernalbkreis zu verschaffen, haben die Geschäftsstelle Kommunale Gesundheitskonferenz des Landratsamts und das Deutsche Rote Kreuz eine kreisweite Umfrage gestartet. Insgesamt wurden 134 Standorte erfasst. 41 Geräte sind öffentlich zugänglich und jederzeit verfügbar. Die restlichen Geräte befinden sich in Gebäuden mit Zugangsbeschränkung durch Öffnungszeiten in Betrieben, Schulen oder Turn- und Festhallen. Wo sich die Standorte der jeweiligen Defibrillatoren befinden, kann in der kostenlosen Defi-App des Bayerischen Roten Kreuzes abgerufen werden. Durch die vom Landratsamt und dem Deutschen Roten Kreuz vorgenommene Umfrage können alle gemeldeten Geräte im Zollernalbkreis eingepflegt werden.

Lebherz: Nächster Standort ist schnell zu finden

"Dank der App ist es der Integrierten Leitstelle möglich, den nächst gelegenen Defi-Standort schnell zu orten, um Ersthelfer zu einem Defibrillator zu lotsen. Unabhängig davon kann jeder Bürger die App herunterladen, um sich einen Überblick über die Standorte zu verschaffen. Im besten Fall kann man damit ein Leben retten", so der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Heiko Lebherz. Das Deutsche Rote Kreuz habe sich zum Ziel gesetzt, Laien-Defibrillatoren-Standorte flächendeckend auszubauen.

Bei einer Neuanschaffung und Anbringung eines Defibrillators empfehle sich dringend eine Beratung, meint der DRK-Kreisverband. Einerseits, weil es Unterschiede bei den auf dem Markt verfügbaren Defibrillatoren gebe, und andererseits, weil unseriöse Anbieter Kommunen mit überteuerten Defibrillatoren ausstatteten, ohne dabei den örtlichen Rettungsdienst zu beteiligen.

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