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Zollernalbkreis Corona-Krise: "Emmas.app" macht Wochenmarkt digital

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Zum Beispiel beim Bäcker: "Emmas.app" unterstützt kleinere Lebensmittelhändler. Die Geschäfte können sich dafür kostenlos registrieren. Foto: Ciconia Software

Zollernalbkreis - Mit "Emmas.app" unterstützen der Zollernalbkreis sowie die Landkreise Reutlingen und Tübingen eine digitale Einkaufslösung für kleinere Lebensmittelhändler wie Bäckereien, Metzgereien und Hofläden. Händler können sich ab sofort kostenlos registrieren.

Um das Übertragungsrisiko von Covid-19 bei Einkäufen zu verringern, bieten sich Online-Einkäufe und Lieferservice an. Doch gerade für die kleinen Lebensmittelanbieter gab es bisher keinen digitalen Markt, um ihre Produkte anzubieten. "Emmas.App" bietet eine Lösung: Mit Hilfe der in Baden-Württemberg entwickelten App können kleinere Lebensmittelhändler und Direktvermarkter ihr Produktsortiment schnell und unkompliziert digitalisieren.

Kunden können direkt online bestellen

Dazu registrieren sich die Anbieter online und laden ganz oder teilweise ihr Produktsortiment hoch. Nach der Freischaltung können Kunden auf das Sortiment zugreifen und direkt Bestellungen auslösen.

"Mit Online-Bestellungen von Lebensmitteln können wir mögliche Infektionsketten unterbrechen", sagt Carina Mayer von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Zollernalbkreis. "Außerdem können auf diese Weise hoffentlich auch Umsatzeinbrüche von regionalen Lebensmittelhändlern eingedämmt werden."

Die bestellten Waren über "Emmas.app" werden vom Händler zusammengestellt und müssen vom Kunden nur noch abgeholt werden. Auch eine Lieferung ist möglich, wenn der Händler diesen Service anbietet. Die Bezahlung erfolgt entweder über ein integriertes Online-Verfahren oder in Bar bei Abholung der Waren.

Da die Folgen einer Covid-19-Erkrankung besonders für Ältere gefährlich sein könnten, bietet die App neue Möglichkeiten in der Nachbarschaftshilfe: Eine Person kann ihre gewünschten Waren online selbst einkaufen und mit Hilfe des Bestellcodes von einem Nachbarn abholen lassen.

"Unsere langfristige Absicht ist, dass kleinere Händler und Direktvermarkter gestärkt werden, indem sie durch die App an Bekanntheit gewinnen und neue Vertriebswege erschließen", wünscht sich Christoph Pfisterer vom Team nachhaltige Regionalentwicklung des Landratsamts Reutlingen.

App will regionale Strukturen stärken

Die App wurde ursprünglich in einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt von der Universität Mannheim, der Entwicklerfirma Ciconia Software sowie dem Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis und dem Verband Region Rhein-Neckar entwickelt, um ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität in ländlichen Regionen mit Lebensmitteln zu versorgen. Gleichzeitig zielt die App darauf ab, regionale Versorgungsstrukturen auf dem Land aufrecht zu erhalten.

Mittlerweile bieten insgesamt mehr als 300 Anbieter in mehreren Landkreisen Baden-Württembergs ihre Produkte über "Emmas.App" an. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird sie für alle Anbieter bis Juli kostenlos und unverbindlich angeboten. Die Händler müssen bei Onlinezahlungen nur die Transferkosten für den externen Zahlungsabwickler übernehmen.

Pfisterer, Mayer und Wohland rufen kleinere Lebensmittelhändler wie Bäckereien, Metzgereien, Getränkehändler, Dorfläden, Imker, Winzer sowie Direktvermarkter oder Hofläden auf, die Chance zu nutzen und sich jetzt kostenlos zu registrieren. Sobald es ausreichend viele Händler dort gebe, können Bürger mit der App online einkaufen und Bestellungen für Nachbarn oder Freunde mitbringen. 

 Weitere Informationen über Emmas App und Registrierung für Händler: www.emmas.app. Auskünfte erteilt auch Carina Mayer von der Zollernalb-Touristinfo, Telefon 07433/92 11 39, oder E-Mail an carina.mayer@ zollernalbkreis.de

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