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Zollernalbkreis CDU: Rennen um Pauli-Nachfolge eröffnet

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Dörte Conradi Foto: sb

Zollernalbkreis - Frau oder Mann, eine Burladingerin oder ein Albstädter? Bei der CDU im Zollernalbkreis ist das Rennen um die Landtags-Kandidatur eröffnet. Mit Dörte Conradi und Roland Tralmer stehen nach Informationen unserer Zeitung zwei Bewerber bereit.

Sowohl Conradi wie auch Tralmer haben demnach in der internen Sitzung der CDU am Montagabend ihre Bereitschaft erklärt, bei der Landtagswahl im nächsten Jahr anzutreten. Die Entscheidung, wer Kandidat sein soll, treffen die CDU-Mitglieder im Juli.

Wer Kandidat für die CDU ist, dem ist wohl auch das Mandat in Stuttgart sicher: Die Partei holte in den vergangenen Jahren zuverlässig das Direktmandat im Wahlkreis Balingen. Der derzeitige Landtagsabgeordnete Günther-Martin Pauli wird sich um das Mandat wohl nicht mehr bemühen, weil dieses infolge der Parlamentsreform unvereinbar ist mit seinem Amt als Landrat – für das er im Juli als einziger Bewerber erneut antritt.

Ein offenes Geheimnis ist, dass sich Pauli Dörte Conradi als Nachfolgerin wünscht. In ihrer Funktion als CDU-Kreisverbandsvorsitzende im Zollernalbkreis ist sie Nachfolgerin von Roland Tralmer, der den Stadtverband Albstadt und die CDU-Fraktion im dortigen Gemeinderat führt. Erst im vergangenen Jahr war Conradi (47) zur Nachfolgerin von Tralmer (48) als Chefin der Kreis-CDU gewählt worden. Dass beide nun gegeneinander antreten, entbehrt also nicht einer gewissen Brisanz – und am Ende könnte es eine weitere Premiere geben: Conradi ist die erste Frau an der Spitze des Kreisverbands, nun könnte sie die erste Kandidatin und damit wohl auch die erste Abgeordnete im Wahlkreis 63 werden. Bis heute wurden die Interessen des Wahlkreises in Stuttgart ausschließlich von Männern vertreten.

Dörte Conradi ist politisch außer als CDU-Kreisvorsitzende als Stadträtin in Burladingen und als Kreisrätin aktiv; auch gehört sie dem CDU-Landesvorstand an. Beruflich ist sie als Referatsleiterin im Kultusministerium tätig.

Zu den Inhalten der Sitzung am Montag und zu ihren Plänen wollte sich Dörte Conradi nicht äußern. Es gebe dazu "klare Verabredungen", auch werde sie nicht aus internen Sitzungen plaudern. Zudem gebiete es der Anstand, dass sich zunächst der Mandatsträger – Pauli – äußere. Dieser hat bislang nicht offiziell erklärt, dass er die Aufgabe im Landtag nicht mehr anstrebt.

Anders hält es Roland Tralmer: Ja, er wolle sich um das Mandat bemühen, sagte er. Er habe am Montagabend vorgeschlagen, mit Conradi durch die Ortsverbände zu touren. So könnten sich die CDU-Mitglieder im Kreis ein Bild von den Bewerbern machen. "Ich hoffe schon, dass es einen innerparteilichen Wahlkampf gibt", sagt Tralmer mit Blick auf den Wettbewerb, der auch einer der Ideen und Konzepte sein soll.

Gerüstet sieht sich der 48-Jährige. "Viele aus der Partei haben mich angesprochen und zur Kandidatur aufgefordert", sagt Tralmer, der sich "politisch stark im Wahlkreis verwurzelt" sieht. Die notwendige politische Erfahrung bringe er mit und wisse auch aus beruflicher Erfahrung als Rechtsanwalt, wo die Menschen der Schuh drücke. "Man kann und man muss in diesem Wahlkreis etwas bewegen, zum Beispiel in verkehrspolitischer Hinsicht", betont der Albstädter, "und dazu möchte ich meinen Beitrag leisten."

Den Fall, dass er das Rennen machen sollte, sieht Roland Tralmer freilich noch nicht als Freifahrtschein in den Landtag: "Die CDU wird in Baden-Württemberg nicht im Schlafwagen zurück an die Macht kommen", ist er überzeugt. Und selbst im als konservativ geltenden Zollernalbkreis müsse die Partei für ihr Mandat arbeiten. Zunächst einmal gehe es jedoch darum, die Nominierung zu entscheiden: "Ich war noch nie ein Freund davon, das Fell eines Bären zu verteilen, ehe der Bär erlegt ist."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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