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Zollernalbkreis Ausweichquartier für 3,54 Millionen

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So soll das sanierte Gebäude auf dem Geißbühl einmal aussehen. Foto: Entwurf: Vosseler

Zollernalbkreis - 3,54 Millionen Euro sind für den Ankauf und die Sanierung des Gebäudes Nr. 48 in der Geißbühlstraße in Meßstetten veranschlagt. In der ehemaligen Standortverwaltung der Zollern Alb Kaserne sollen Teile der Kreisverwaltung untergebracht werden.

Das Ausweichquartier in der ehemaligen Meßstetter Kaserne, über das bereits im März diskutiert und beschlossen worden war, kommt jetzt: Bei vier Gegenstimmen und sieben Enthaltungen hat der Kreistag die Maßnahme am Montagabend doch mehrheitlich beschlossen.

Verwaltung rechnet mit finanziellen Zuschuss

Architekt Bernd Vosseler stellte am Montagabend in der Kreistagssitzung das Um- und Ausbaukonzept vor. Ein erster Bauabschnitt beinhaltet die energetische Sanierung; weitere Planungsleistungen für Heizung-Sanitär, Elektro, Brandschutz, Tragwerksplanung und Ähnliches sollen folgen.

Geplant sind großflächige Holzfenster und eine Holzfassade; außerdem sind eine Ladestation für E-Mobilität und eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach vorgesehen. "Wir wollen ein Musterhaus schaffen mit einem vernünftigen Energiekonzept", sagte Landrat Günther-Martin Pauli.

Für Bauwerk und Konstruktionen sind 1,552 Millionen Euro veranschlagt, für technische Anlagen 437.000 Euro, für die Außenanlagen 125.000, für Ausstattung und Kunstwerke 148.000 und für die Baunebenkosten 498.000 Euro. Ein formeller Antrag auf Förderung wurde beim Regierungspräsidium eingereicht; die Verwaltung rechnet mit einem Zuschuss von einer halben Million Euro.

Im laufenden Jahr stehen Haushaltsmittel in Höhe von 470.000 Euro zur Verfügung. Die restlichen Kosten sollen bei der kommenden Haushaltsplanung berücksichtigt werden.

Gegenwind kam aus dem Gremium

Was den Zeitplan angeht: Bis Ende Juni könnte die Baugenehmigung vorliegen, es folgen Werkplanung, Ausschreibung und Vergaben. Spätestens Ende 2021 soll das Gebäude, wenn alles glatt läuft, bezogen werden.

Architekt Bernd Vosseler erklärte, dass das Gebäude "mit einfachen Mitteln" aufgewertet werden solle. Im Erdgeschoss sind Büros vorgesehen mit 24 bis 32 Arbeitsplätzen, wobei der nordöstliche Teil noch nicht überplant sei. Im Obergeschoss soll es weitere 18 bis 24 Arbeitsplätze geben, im Untergeschoss das Kreisarchiv und unter anderem auch eine Cafeteria, die, wie der Architekt erklärte, an den Wochenenden auch für die Besucher des Tiergeheges geöffnet werden könnte. Bevor es an die Ausschreibung und die Auftragsvergaben geht, muss das derzeit noch schmucklose Gebäude den Besitzer wechseln: Für 235.000 Euro will der Landkreis es von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erwerben.

Keine Diskussion, dafür aber Gegenwind gab’s aus dem Gremium. Er kam von den Kreisräten, die von Anfang an der Ansicht waren, dass die Behörde unter ein Dach gehört. Die Kreisverwaltung, so die Argumentation, dürfe nicht auf 13 Standorte und Quartiere verteilt werden. Allein schon wegen der Erreichbarkeit der Ämter. Langfristig strebt auch die Verwaltung diese Lösung an.

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