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Zollernalbkreis Alkohol an der Fasnet birgt große Risiken

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Steter Begleiter der Narren während der Fasnet: Die Polizei kündigt für die "tollen Tage" eine verstärkte Präsenz und vermehrte Kontrollen an. Foto: Arnold

Zollernalbkreis - Der Höhepunkt der fünften Jahreszeit steht bald bevor. Für viele Fasnetsbegeisterte sind die zahlreichen Veranstaltungen rund um den Fasching oft auch Anlass, etwas ausgelassener zu feiern. Die Polizei warnt davor, dass aus Spaß schnell bitterer Ernst werden kann.

Besonders riskant wird trinken, wenn man einen Unfall verursacht oder auch ohne Unfall alkoholisiert am Steuer seines Fahrzeugs von der Polizei erwischt wird. Aber man kann aufgrund von Trunkenheit für andere zu einem willkommenen Opfer für eine Straftat werden oder sich selbst zu einer solchen hinreißen lassen, die man nüchtern nie begehen würde. Die Polizei wird im ganzen Bereich des Präsidiums Reutlingen, unter anderem im Zollernalbkreis, verstärkt kontrollieren, sodass diejenigen, die aufgrund ihres Alkohol- oder Drogenkonsums für andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst eine Gefahr darstellen, damit rechnen müssen, aus dem Verkehr gezogen zu werden.

Damit sich nicht für den einen oder anderen Narren schon vorzeitig ein persönlicher Aschermittwoch einstellt, gibt die Polizei folgende Tipps: Hände weg von Alkohol, wenn man noch fahren muss, von illegalen Drogen sowieso. Bereits ab 0,3 Promille Alkohol im Blut kann ein Fahrer mit dem Gesetz in Konflikt kommen und den Führerschein verlieren. Für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit und junge Fahrer unter 21 Jahren gilt ohne wenn und aber die Null-Promille-Grenze.

Fahrgemeinschaften bilden und Fahrer vorab bestimmen

Wenn man etwas getrunken hat, sollte man öffentliche Verkehrsmittel oder Taxen nutzen. Die Polizei empfiehlt, Fahrgemeinschaften zu bilden und vorher zu bestimmen, wer auf dem Heimweg fährt und folglich nüchtern bleibt. Sie rät auch ab, sich zu alkoholisierten oder unter dem Einfluss anderer Drogen stehenden Fahrern ins Auto zu setzen. Das könne lebensgefährlich sein.

Kinder und Jugendliche wollen alles ausprobieren, können aber die Folgen oft nicht abschätzen. Deshalb nehmen die Jugendschutzbestimmungen auch die Erwachsenen in die Pflicht. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder -beauftragten auf Faschingsbällen nichts verloren. Für sie ist auch jeglicher Alkohol tabu.

Zwischen 16 und 18 Jahren darf zwar Sekt, Wein oder Bier getrunken werden. Der Ausschank und auch das Spendieren von Schnaps und anderen branntweinhaltigen Getränken - auch Mix-Getränken und Alkopops - sind aber nur an Volljährige erlaubt.

Getränke nie unbeaufsichtigt stehen lassen

Insbesondere Frauen haben Angst, Opfer von K.o.-Tropfen zu werden, deren Symptome zunächst denen von übermäßigem Alkoholkonsum gleichen. Die Substanz ist im Blut nur fünf bis acht Stunden, im Urin maximal zwölf Stunden nachweisbar, daher ist es sehr wichtig, bei einem Verdacht so schnell wie möglich Blut und Urin ärztlich untersuchen zu lassen. Die Polizei empfiehlt vorsorglich, bei Feiern Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen und besonders von unbekannten Spendern oder flüchtigen Bekanntschaften keine offenen Getränke anzunehmen.

Generell wird die Polizei wie schon in den vergangenen Jahren bei größeren Veranstaltungen und Umzügen erhöhte Präsenz zeigen und auch vermehrt Kontrollen durchführen. Die Einsatzkräfte agieren aber nicht nur offen und durch ihre Warnwesten mit der Aufschrift Polizei gut erkennbar, sondern auch in Zivil. Teilweise werden die uniformierten Polizeibeamten vorsorglich auch die Maschinenpistole mitführen, was aber kein Grund zur Verunsicherung zu sein braucht.

Im Notfall 110 wählen

Die Polizei hat dabei aber nicht nur das Thema Alkohol oder Drogen im Visier, sondern auch mögliche sexuelle Übergriffe, die allgemeine Kriminalität und die abstrakte Terrorgefahr. Dabei steht sie in intensivem Kontakt mit Kommunen und Veranstaltern und haben bei entsprechenden Veranstaltungen das Publikum im Blick. Sie kann aber nicht überall sein. Ihr Appell an die Bevölkerung ist daher: "Sprechen Sie uns an, wenn Ihnen irgendetwas oder irgendjemand verdächtig vorkommt oder wenn Ihnen jemand unangemessen zu nahe kommt – und sowieso, wenn es zu Straftaten kommt. Im Notfall 110 wählen!"

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