Die Endinger wollen eine B27-Umfahrung. Foto: Maier

Drei lang erhoffte Ortsumfahrungen – Lautlingen, Endingen und Schömberg im vordringlichen Bedarf.

Zollernalbkreis - Was für ein Erfolg für den Zollernalbkreis: Drei lang erhoffte Ortsumfahrungen – Lautlingen, Endingen und Schömberg – haben es in den sogenannten vordringlichen Bedarf des Entwurfs des neuen Bundesverkehrswegeplans geschafft.

 

Den Entwurf, der bis zum Jahr 2030 bundesweit Projekte mit einem Volumen von mehr als 260 Milliarden Euro vorsieht, hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Darin enthalten sind die Ortsumfahrungen B463 Lautlingen sowie die B27-Umfahrungen Endingen und Schömberg – jeweils im vordringlichen Bedarf. Die drei Vorhaben haben damit einen wichtigen Schritt in Richtung Realisierung geschafft.

Anders als die beiden anderen Straßenbauprojekte war die Lautlinger Ortsumgehung bereits im vordringlichen Bedarf gewesen – allerdings sind die Albstädter gebrannte Kinder: 2005 wäre die Ortsumgehung um ein Haar in den "weiteren Bedarf" zurückgestuft worden. Entsprechend erleichtert reagierte Oberbürgermeister Klaus Konzelmann auf die gute Nachricht aus Berlin: "Für Lautlingen ist sie sehr wichtig."

Mit Freude habe er vernommen, dass die B 27-Ortsumfahrungen Endingen-Erzingen und Schömberg jetzt im vordringlichen Bedarf seien, sagte der Schömberger Bürgermeister Karl-Josef Sprenger auf Nachfrage: "Das war für uns von immenser Wichtigkeit und verschafft uns jetzt eine völlig andere Perspektive. Jahrelang wurden wir immer wieder vertröstet. Die Bemühungen der Bürgerinitiative Ortsumfahrung Endingen-Erzingen-Schömberg haben sich gelohnt." Jetzt sei der Spielball beim Land.

Erfreut auf die Nachricht reagierte am Mittwoch der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß. Bürger, Wirtschaft und Politik vor Ort hätten lange für die Aufnahme der Vorhaben in den vordringlichen Bedarf gekämpft, nun trage die Hartnäckigkeit Früchte. Durch den Bau der Umfahrungen – ein konkretes Datum dafür steht wohlgemerkt noch längst nicht fest – werde innerörtlicher Verkehr reduziert und damit die Lebensqualität der Menschen erhöht.