Das Regierungspräsidium hat die Schlichtungsvereinbarung für die Hochbrücke Horb unterzeichnet. Die gute Nachricht vorab: Die Hochbrücke kann wohl Ende 2028 fertig sein.
Jetzt zeichnet sich doch ein ordentliches Ende des Zitterns um die Zukunft der Kernstadt und die Hochbrücke ab. Erst sagt die Baufirma Porr an, dass sie erst im Jahr 2030 fertig ist. Jetzt kommt ein bisschen Entwarnung.
Fakt ist: Eigentlich sollte die Brücke nach derzeitigem Stand Mitte 2027 fertig sein – wegen der Verzögerung durch die abgeplatzten Bolzen am Querriegel des Pylons am Kleintierzuchtverein Horb a. N. Doch Porr hatte angesagt: Weil die Komplexität so hoch sei, würde man bei bisher geplanter Bauweise erst 2030 fertig werden. Weil es dabei auch um viel Geld geht, hatte das RP Karlsruhe eine Schlichtung mit der Baufirma vereinbart. Diese Vereinbarung ist jetzt unterzeichnet.
Porr sagt jetzt: Bauende 2028 ist möglich
Und es tut sich noch was. Charlotte Erdmann, Sprecherin des Regierungspräsidiums Karlsruhe: „Nach Einschätzung der Firma Porr kann aktuell davon ausgegangen werden, dass ein Bauende in 2028 realistisch ist. Dies ist auf die Planung und Umsetzung verschiedener Maßnahmen zur Optimierung des Bauablaufs zurückzuführen, die das Bauunternehmen seit der Mitteilung über die verlängerte Bauzeit geprüft hat.“
Es bleibt aber weiter unklar, was diese Optimierung bedeutet. Ob das mehr kostet.
Die Sprecherin des RP erläutert die mögliche Optimierung, die Porr derzeit prüft: „Dazu gehören sowohl der Einsatz von zusätzlichen Traggerüsten als auch die parallele Bauausführung auf der Rauschbart-Seite, die bereits begonnen hat. Das gleichzeitige Arbeiten an mehreren Bereichen des Brückenbauwerkes bringt eine deutliche Zeitersparnis gegenüber der ursprünglich im Raum stehenden Verzögerung bis 2030 mit sich. Auch die Schalarbeiten wurden seit vergangenem Jahr stetig optimiert, wodurch die Bauzeit weiter verkürzt werden kann. Mögliche weitere Maßnahmen befinden sich noch in der Prüfung beziehungsweise Planung.“
So geht es auf der Baustelle voran
Inzwischen, so die Bauaufsicht des RP, kommt die Hochbrücken-Baustelle voran. Die RP-Sprecherin: „Vor kurzem konnten die letzten Gründungsarbeiten auf der Seite Rauschbart abgeschlossen werden – ein wichtiger Meilenstein, da somit alle Grundlagen geschaffen sind, um das eigentliche Brückenbauwerk zu errichten. Das Widerlager und der erste Brückenpfeiler auf der Rauschbart-Seite sind ebenfalls weitestgehend fertiggestellt.“
Weiterhin sind die Betonagearbeiten am ersten Pylonen auf der Nordstetter-Seite zur Errichtung des Knotenpunktes zwischen Brückenpfeiler, Fahrbahn und Pylonen abgeschlossen. Als nächstes erfolgt die Pylonausbildung sowie der Lückenschluss zwischen dem ersten Pylonen und den bereits hergestellten Fahrbahnbereichen. Parallel dazu wird der Knotenpunkt am zweiten Pylonen hergestellt, der bereits bis auf die Höhe der späteren Fahrbahn errichtet wurde.