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Zimmern Zeitreise durch die Inkom-Geschichte

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Die Abendsonne strahlte vom Himmel, und es war windstill im Inkom, als sich die 20 Teilnehmer mit Wirtschaftsförderer Heiko Gutekunst aufmachten, das Interkommunale Gewerbegebiet und seine Geschichte bei einem Spaziergang kennen zu lernen.

Zimmern o. R. Eine Vielzahl an Betrieben – große, mittlere, aber auch viele kleine – haben sich in den vergangenen 20 Jahren im Inkom angesiedelt. Am Wochenende nutzen viele Leute die ausgebauten Straßen und Gehwege für Spaziergänge. So hatte Wirtschaftsförderer Heiko Gutekunst die Idee, geführte Spaziergänge in dem Gebiet anzubieten.

Die Idee kommt an. Während der erste Termin buchstäblich ins Wasser gefallen war, fanden sich nun gut 20 Interessierte ein, die zudem eine ganze Menge Fragen im Gepäck hatten. Gutekunst, der mittlerweile seit einem Jahr als Wirtschaftsförderer im Inkom tätig ist, erzählte zunächst von seinen Aufgaben und ging dann auf die Geschichte des Geländes ein, das einst Flak-Stellung für die Rottweiler Pulverfabrik im Neckartal gewesen ist. Zuletzt hatten die Kanadier das Gelände genutzt. 1994 zogen auch sie ab.

Damals habe das Bundesvermögensamt bei der Gemeinde nachgefragt, ob sie Interesse an dem Gelände habe. "Sofort war klar, dass das Gelände für ein Gewerbegebiet gut geeignet ist. 20 bis 30 Hektar wollte man ausweisen", erzählte Gutekunst. Doch der Regionalverband habe nicht zugestimmt, dass Zimmern die 30 Hektar alleine nutzt, sondern interkommunal. Das war die Bedingung.

Nach vielen – teils hitzigen Diskussionen – in den Gremien in Rottweil und Zimmern war die Sache schließlich besiegelt, und so konnte vor 20 Jahren der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet gegründet werden. 2002 fand der symbolische erste Spatenstich für das Inkom statt, 2003 begann die erste Firma mit den Bauarbeiten. Mittlerweile haben im Inkom 65 Firmen ein neues Domizil erstellt und mehr als 1200 Menschen einen Arbeitsplatz gefunden – Tendenz steigend.

Das Interesse an den Grundstücken ist ungebrochen. Lediglich beim geplanten Hotel müsse er seine Hausaufgaben noch machen, gab der Wirtschaftsförderer zu. "Ich hoffe, dass noch ein Hotelier auf uns aufmerksam wird, die Tourismuszahlen in Rottweil klingen vielversprechend", so Gutekunst. Die Spaziergänger zeigten sich beeindruckt von den schön angelegten Grundstücken und der guten Infrastruktur des Gebietes.

Gutekunst informierte zudem über die ursprünglichen Pläne, die gewünschten Branchen und die Gebäudeanordnung. "Doch unsere Flexibilität zeichnet das Inkom aus", machte er deutlich. Denn die eine oder andere Straße ist ganz und gar nicht wie im Plan, und die kleineren Betriebe – vor allem im Stadtweg – sind auf den ursprünglichen Plänen gar nicht vorgesehen. "Es gab viele Anfragen von Handwerksbetrieben aus der Region, denen man nachgekommen ist. Mittlerweile sind alle Grundstücke im Stadtweg vergeben", freut sich Gutekunst. Auch an die Brancheneinteilung habe man sich nicht so ganz gehalten.

Die Regenwasser- und die Abwasserbeseitigung wurden ebenso nachgefragt wie die Namen der Unternehmen. Die Fragen waren vielfältig, so dass sich der auf eine Stunde angelegte Spaziergang schließlich auf zwei Stunden ausdehnte. Zudem gab es eine Stippvisite bei der Firma Rampf. Geschäftsführer Bernd Faller umfangreiche Informationen über das global aufgestellte Unternehmen.

Zum Abschluss des Spaziergangs konnten die Teilnehmer nicht nur beobachten, wie sich die Sonne langsam senkte, sondern erfuhren auch Wissenswertes über das Vergabeverfahren der Grundstücke.  Wer noch mehr über das Inkom wissen und die Unternehmen und die Geschichte des Gebietes kennen lernen möchte, der kann sich in der kommenden Woche dem nächsten Abendspaziergang anschließen. Heiko Gutekunst freut sich über viele Teilnehmer für die Tour am Mittwoch, 21. August, ab 18 Uhr. Anmelden kann man sich im Zimmerner Rathaus.

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