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Zimmern Weniger Regeln, mehr Freiheiten

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Für den Bereich Hansjakobstraße – Mühlhöfle – Pulverweg wird derzeit der Bebauungsplan "Pulverweg" aufgestellt. In diesem finden sich erstmals die geänderten Bestimmungen zu Dachaufbauten. Foto: kw Foto: Schwarzwälder Bote

In den vergangenen Jahren musste sich der Zimmerner Gemeinderat immer wieder mit Befreiungsanträgen zu Dachaufbauten beschäftigen. Diese dürften zukünftig nun weniger werden.

Zimmern o. R. (kw). Die Verwaltung hat die Dachgaubensatzung aus dem Jahr 1993 überarbeitet. Allerdings entfaltet die angepasste Vorschrift nur Wirkung für zukünftige Bebauungspläne. Denn: Die Festsetzungen zu den Dachaufbauten müssen in den Rechtsgrundlagen für die bauliche Weiterentwicklung explizit aufgeführt sein.

Im innerörtlichen Bebauungsplan "Pulverweg", dieser befindet sich gerade in Bearbeitung, wird die geänderte Satzung zu den Dachgauben erstmals enthalten sein. Weniger Regeln, mehr Freiheiten, das sei die Devise gewesen, erklärte Bürgermeisterin Carmen Merz. Sofern das Dach eine Neigung von mindestens 30 Prozent aufweist, dürfen die in der novellierten Fassung aufgeführten Arten von Dachaufbauten errichtet werden.

Die in Frage kommenden Gestaltungsmöglichkeiten sind in Paragraf drei der Satzung als Systemskizzen aufgeführt. Zu den Festsetzungen zählen unter anderem: Die Gesamtlänge der Gauben darf drei Viertel der Gebäudelänge – gemessen von Außenwand zu Außenwand des Hauptbaukörpers – nicht überschreiten. Bei Doppelhaushälften und Reihenhäusern bezieht sich die Längenvorgabe auf den jeweiligen Gebäudeteil. Die Höhe von Dachaufbauten ist auf maximal zwei Meter begrenzt. Zum Ortgang des Hauptdaches ist bei Dachgauben wie auch bei Dacheinschnitten eine Mindestentfernung von einem Meter einzuhalten. Diese gilt auch für den Abstand zwischen mehreren Gauben. Dachaufbau und Zwerchgiebel auf derselben Dachseite dürfen nur kombiniert werden, sofern sie dieselbe Dachneigung aufweisen.

Für Dacheinschnitte gilt eine Maximallänge von 50 Prozent der Gebäudelänge. Kombinationen mit Dachaufbauten sind in diesem Fall nicht zulässig. Energiegewinnungsanlagen dürfen auf Dachaufbauten grundsätzlich angebracht werden. Mindestens die Dachneigung des Haupthauses muss bei weiteren giebelständigen Gauben wie auch bei Dreiecksgauben übernommen werden.

Konkrete Vorgaben gibt es in der Satzung nunmehr auch zur Gestaltung von Zwerchgiebeln und Schleppgauben – alles bildlich dargestellt. Ein Blick in die Satzung zeigt: Die Verwaltung hat sich große Mühen gemacht. Dennoch bleibt abzuwarten, ob die detaillierten Bestimmungen alle denkbaren Formen auch tatsächlich abdecken.

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