Die verkleideten Narrenfiguren machen auch Station im Zimmerner Kindergarten. Fotos: Baasner Foto: Schwarzwälder Bote

Vereine: Narrenzunft schickt zwei verkleidete Schaufensterpuppen auf Tour

Zimmern u. d. B. Welchem Fasnetsnarr bricht es in diesem Jahr wohl nicht das Herz, weil alle Veranstaltungen abgesagt wurden? Trotzdem ließen sich die Zimmerner Zunfträte etwas Besonderes einfallen: Zunftrat Christoph Jäger kleidete Schaufensterpuppen mit der Uniform des Zunftrats und mit dem Häs des Burgnarren ein. Zunftschreiberin Anne Hermes überlegte sich dazu passende Texte.

Dann war es soweit: Die Reise der beiden Corona-konformen Narren durch die Zimmerner Fleckafasnet begann. Von der Zunftstube ging es in den "Rosengarten", in dem das Café Baier aus Schömberg am Samstagmorgen eine Verkaufsstelle hat. Dann war man zu Gast beim Partyservice der Familie Stier im Gasthof Paradies. Eine weitere Station war in der Polsterwerkstatt Schatz. Petra und Marcel sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der Zimmerner Fasnet. Auch bei Christian Effinger von der Werkstatt "LederArt" waren die Narren willkommen.

Bedauerlich war, dass die Narren den "Narrensomen" nicht aus dem Kindergarten befreien konnten. Doch die zwei Gesellen spendeten zumindest etwas Trost. Den Kindern wurden der Narr und der Zunftrat von der Kindergartenleiterin und ehemaligen Zunftmeisterin Carolin Baasner vorgestellt. Dann ging es ins Rathaus, wo die Figuren schon von Bürgermeister Jürgen Leichtle und Sekretärin Doris Steinlehner erwartet wurden. Dabei wurde auch überprüft, ob der neue Bürgermeister seine "Stecken", wie man die Zimmerner nennt, im Griff hat. Auch Besuche bei Zunftrat Hardy Eggert, Zunftmeister Benjamin Gauß und beim amtierenden "Obernarren" Mario Scheible durften nicht fehlen.

Weiter ging es zu Heidi Stutz. Die Ehrenzunftmeisterin freute sich über den Besuch der närrischen Gesellen und erzählte, dass sie die erste und über lange Zeit auch einzige Zunftmeisterin im Narrenfreundschaftsring Zollernalb war. Die Reise der Narrenpuppen endet am Dorfplatz, wo der Narrenbaum aufgestellt ist. Dort wird am Fasnetsdienstag in "normalen Jahren" die Fasnet verbrannt.

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