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Zimmern Ungeschönte Berichte erschüttern

Von
Schwester Tanja Maria Hofmann aus Zimmern versucht, das Los der Ärmsten der Armen zu lindern. Foto: privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Gustav Kammerer Zimmern o. R. Kürzlich hat Schwester Tanja Maria Hofmann, die aus Zimmern stammt und zur Zeit bei den Eltern in der Heimat weilt, beim Gemeindefest der katholischen Kirchengemeinde St. Konrad und beim Eintopfessen der Jungen Union eindrucksvoll über ihre vielseitigen Tätigkeitsbereiche beim Einsatz für arme Menschen in der Ukraine berichtet.

Ihre Ausführungen gingen den Zuhörern buchstäblich unter die Haut. Im Jahre 1997 trat sie im Alter von 29 Jahren in die Ordenskongregation der "Schwestern vom Göttlichen Erlöser" in Bühl/ Baden ein, wo sie einige Jahre als Ordensschwester verbrachte. Seit dem Jahre 2008 gehört sie durch ihren Einsatz in der Mission in der Ukraine der katholischen Missionsgemeinschaft "Stabat Mater Maria" im Dorf Schönborn in der Region Transkarpatien im Westen der Ukraine an.

Mitglieder der Gemeinschaft kamen vor 16 Jahren nach Schönborn und leisteten Pionierarbeit. Vor sieben Jahren entstand vor Ort ein zweites Missionshaus der Gemeinschaft, der neben Schwester Tanja Maria Pater Martin Landwehr und vier weitere Schwestern angehören. Der Priester betreue fünf katholische Kirchengemeinden ehemals deutscher Dörfer, berichtete Schwester Tanja Maria. Das Missionshaus stehe im Rahmen des Gebets- und Gesprächsdienstes stehe für die Menschen offen, die mit ihren Anliegen, Sorgen und Nöten wie Krankheit, Arbeitslosigkeit, Ängsten, Süchten, Trennungen oder Scheidung, aber auch wegen eines zu geringen Einkommens zu ihnen kämen.

Täglich stünden arme Menschen vor ihrer Haustüre, die nicht einmal das Notwendige zum Leben hätten. Meist seien es Mütter mit Kindern, die um Brot und Lebensmittel betteln, aber auch Medikamente, Kleidung und Zuschüsse für Behandlungen beim Arzt oder im Krankenhaus würden benötigt.

"Wir versorgen sie, wie wir können", sagte Hofmann. So gebe es auch Lebensmittelaktionen. Zum Beispiel würden täglich von ihnen zehn Laib Brote in ein Armendorf gegeben und in einem anderen Dorf gebe es von Zeit zu Zeit einen Sack Kartoffeln und eine Flasche Öl für jede der 60 Familien. Behinderte stünden in der Ukraine am Rande der Gesellschaft und würden kaum unterstützt. Seit über zwei Jahren finden monatliche Treffen mit Katechese, Gebet, Austausch und gemütlichem Beisammensein statt, die für diese Menschen sehr wichtig seien. So konnten die Schwestern schon einigen geistig und körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen mit Medizin, ärztlicher Versorgung und Beihilfen für Operationen helfen.

Zu ihrem Sendungsbereich gehöre auch der Besuch mit einem Team von fünf engagierten Frauen in den Krankenhäusern der Umgebung. Die Menschen seien dort unter sehr ärmlichen Verhältnissen untergebracht. So etwas habe sie vorher noch nie gesehen. Da es keine Krankenversicherung gebe, müssten die Menschen die Medikamente und den sonstigen medizinischen Bedarf selbst bezahlen, wozu meist das Geld fehle. Die Verpflegung im Krankenhaus reiche nicht aus, so dass die Patienten eine Kochplatte im Zimmer stehen hätten, um noch etwas dazukochen zu können. Das Team bringe kleine Stärkungen mit und im Winter auch Wolldecken.

Weiter wirke sie noch im Gesprächs- und Gebetskreis mit, besuche kranke und ältere Menschen und bringe ihnen die Krankenkommunion. Ebenso tue sie noch verschiedene Dienste im häuslichen Bereich.

Voraussichtlich Ende Januar 2013 geht Schwester Tanja Maria wieder in die Ukraine zurück, um mit neuer Kraft weiter zu helfen.

 
 

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