Die Mitbegründer und weiteren Wegbegleiter der Partnerschaft (von links): Emil Maser, der Altenberger Bürgermeister Thomas Kirsten, Gerold Martin, Peter Erichsen, die beiden Kinder des Mitbegründers Theodor von Hippel, Gustav Kammerer, Frank Hickmann und Lothar Johne Fotos: Schaber Foto: Schwarzwälder-Bote

Jubiläum: Oberbärenburg im Erzgebirge und Zimmern sind seit 25 Jahren freundschaftlich verbunden

Von Gustav Kammerer

Seit 25 Jahren verbunden: Am 28. Juni 1991 wurde in Oberbärenburg im Erzgebirge die Partnerschafts- und Freundschaftsurkunde mit Zimmern von den damaligen Bürgermeistern Joachim Zönnchen und Gustav Kammerer unterschrieben und besiegelt.

Zimmern o. R. Oberbärenburg war der Geburtsort von Theodor von Hippel, der in Zimmern wohnte und die Partnerschaft anregte. Grund: Oberbärenburg, inzwischen ein Stadtteil von Altenberg, liegt im einstigen Landkreis Dipoldiswalde, mit dem der Kreis Rottweil partnerschaftliche Beziehungen pflegte. Der Kurort Oberbärenburg hat heute 350 Einwohner und jährlich über 30 000 Übernachtungen.

Aus diesem Anlass wurde in Zimmern am Wochenende gefeiert, wobei der Festabend am Samstag in der "Arche" ein Höhepunkt war. Von Oberbärenburg, das rund 700 Kilometer entfernt ist, waren 31 Teilnehmer, darunter sieben Jugendliche, angereist. Ihnen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Bereits am Freitagnachmittag wurde den Gästen bei der "Arche" ein herzlicher Empfang bereitet, wobei das Doppelquartett des Musikvereins aufspielte. Bürgermeister Emil Maser hieß alle willkommen. Man wolle den Gästen eine schöne Zeit bieten und die Gastfreundschaft zurückgeben, die man schon oft in Oberbärenburg erfahren durfte.

Beim Festakt am Samstag begrüßte Maser insbesondere Bürgermeister Thomas Kirsten, Ortsvorsteher Lothar Johne, den früheren Ortsvorsteher Frank Hickmann, die Vorsitzende des Freundeskreises Oberbärenburg, Manjana Eberth-Fromm, Landrat a. D. Bernd Greif, der in Oberbärenburg wohnt, und Landrat a. D. Manfred Autenrieth.

Maser gab einen eindrucksvollen Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre, wobei er auch an den Fall der Berliner Mauer erinnerte, der in die Geschichte als Triumph der Freiheit eingegangen sei. Dieses Geschenk der Wiedervereinigung verpflichte uns, das Zusammenwachsen auch auf den Ebenen der Städte und Gemeinden weiter zu fördern.

Über die Jahre hätten sich viele beständige Freundschaften zwischen Menschen beider Gemeinden gebildet, die die Partnerschaft pflegen und immer wieder neu motivieren. So sei auch die kommunalpolitische und persönliche Einstellung zur Sache eine wichtige Grundlage zum Fortbestand der Partnerschaft. Dazu haben auch in all den Jahren die beiden Feuerwehren, vor allem die früheren Kommandanten Müller, Oberbärenburg, und Gerold Martin, Zimmern, mit Peter Erichsen und Heinz Hauser beigetragen, ebenso Vereine.

Ortschronist Michael Seifert, der für den Ortschaftsrat und den Freundeskreis Oberbärenburg sprach, betonte, dass nun Silberhochzeit gefeiert werden könne, man sich aber freuen dürfe auf die nächsten 25 Jahre mit der dann folgenden goldenen Hochzeit. Dafür gelte es, gemeinsame Werte und Ziele zu entwickeln und Höhen und Tiefen, die das Leben bereit hält, souverän zu meistern. Eine Konstante in all den Zeiten sei Bürgermeister Emil Maser gewesen. Er habe eine Menge für den Erhalt der Partnerschaft getan, wobei Seifert die feierliche Übergabe des Feuerwehrfahrzeugs, das Zimmern der Oberbärenburger Wehr im Jahr 2000 zur Verfügung stellte, hervorhob.

Die Hoffnung bestehe nun darin, dass die junge Generation einmal die Partnerschaft weitertrage. Dann stellte er noch als besonderes Juwel die Oberbärenburger Schneekönigin Vivien I. vor.

Bürgermeister Thomas Kirsten erinnerte in seiner Festrede daran, dass sich die Partnerschaft so positiv entwickeln konnte, weil die Bürger beider Gemeinden ein großes Interesse daran hatten, auch fremde Denkweisen und Lebensgewohnheiten kennenzulernen, und weil sie bereit waren, den Standpunkt der jeweils anderen zu verstehen.

Er dankte Emil Maser unter anderem für dessen Einsatz bei der Hochwasser-Katastrophe 2002, als Maser sofort zur Unterstützung gekommen sei und die Zimmerner mit Sach- und Geldspenden geholfen hätten. Er glaube sicher an eine gute Zukunft, vor allem dann, wenn die 25-jährige Freundschaft weiter über Generationen hinweg gepflegt werde. Als Gastgeschenk brachte er eine Sitzbank mit.

Vier Tanzpaare der Trachtengruppe gestalteten den Abend mit. Dabei stellten die Vorsitzende Birgit Teufel und Helmtraud Hirth, diese in Versen, den Gästen noch die Entwicklung der Zimmerner Tracht vor. Ein glänzender Abschluss des Festabends bildete der Auftritt des Kabarettisten Heinrich Del Core, der in Zimmern wohnt. Es gab stürmischen Beifall. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.