Sido rappt, die Menge tobt: Am Freitagabend war eine ordentliche Aftershow-Party im Zimmerner Fame geboten. Foto: Kammerer

Zum Geburtstag ein Rap-Ständchen. Sido reißt bei seinem Auftritt im Zimmerner Fame die Menge mit. Energiegeladene Songs dominieren.

Zimmern - Schnurstracks von Stuttgart nach Zimmern: Das Konzert in der Landeshauptstadt hatte er gerade hinter sich, im Fame wollte Sido mit seiner Crew nun eine ordentliche Aftershow-Party feiern.

Einen Auftritt in der Zimmerner Großraumdiskothek ließ sich der Vollblut-Rapper natürlich trotzdem nicht nehmen. Mit dem Konzert des Rappers hat sich das Fame auch ein klein wenig selbst beschenkt – an diesem Wochenende feiern Besitzer Patrick Maute und seine Mannschaft nämlich das sechsjährige Bestehen.

Die Uhr zeigt kurz nach Mitternacht – von Sido ist noch keine Spur zu sehen. Doch die ersten Fans beginnen langsam damit, sich auf der Tanzfläche vor der Bühne einen Platz zu sichern. Gespannte Blicke wandern immer wieder zu den beiden VIP-Lounges rechts und links vom DJ-Pult.

Kurz vor ein Uhr betritt er dann die Bildfläche, einer der ganz großen Stars der deutschen Rapp-Szene. Sido – mit gebürtigem Namen Paul Hartmut Würdig – hat seine ganze Crew in drei Tourbussen nach Zimmern mitgebracht. Auch seine Frau, Moderatorin Charlotte Engelhardt, feiert an diesem Abend in der VIP-Lounge kräftig mit.

Die Menge grölt. Zur Begrüßung spritzt Sido stilecht mit Champus um sich. Die, die sich noch vor einer Stunde das Plätzchen in Reihe eins gesichert haben, bekommen ein paar Tropfen ab. Der Stimmung tut das keinen Abbruch – noch bevor Sido die Bühne betritt, feiern die Fans ausgelassen.

Dann beginnt das Konzert mit einer Vorstellungsrunde. Der Rapper macht seine Mitstreiter mit der Menge bekannt. Beispielsweise Marc Forstner: "Der, mit dem ich das Steine-Lied gemacht hab."

Die Show beginnt, Sido gibt Gas, die Menge zieht mit. Was nicht fehlen darf in der Tracklist an diesem Abend: "Bilder im Kopf". Die restliche Zeit über geht es eher laut und energiegeladen zu. Die ruhigen Töne, die Familienpapa Sido auf seinem neuen Album durchaus auch anschlagen kann, hätten aber irgendwie auch nicht in die Discoathmosphäre im Fame gepasst.

Wenn der Rapper zum Mitmachen auffordert, sind die Arme sofort oben – und gehen so schnell auch nicht wieder runter. Verdammt textsicher scheinen sie zu sein, die Sido-Fans in der Menge, in der VIP-Lounge und oben, an der Brüstung, ein Stockwerk höher.

Ein paar Tracks lang schweben sie in einer anderen Welt. Sie rappen und singen mit, die Arme schwingen von oben nach unten – ja, die Menge vor der Bühne tanzt sich in eine kleine Extase. Wer es ruhiger und nicht so eng mag, der hört hinten auf dem Dancefloor noch genug. Und auch all die Partygänger, die an diesem Abend vielleicht nicht unbedingt wegen dem Rapper ins Fame gekommen sind, können gar nicht anders, als zumindest verhalten mitzuwippen.

Dann ist die Show vorbei – und samt seiner Crew zieht der Rapper von der Bühne. Zur ausgelassenen After-Aftershow-Party.

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