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Maser lobt enorme Leistung / Verein dankt für jahrelanges Engagement mit Ehrenvorsitz

In Würdigung seiner langjährigen Verdienste um das Gemeinwohl hat Gustav Kammerer die Landesehrennadel erhalten. Bürgermeister Emil Maser übergab die Auszeichnung bei der Mitgliederversammlung der Diakonischen Fördergemeinschaft.

Zimmern o. R. Der Dank im Auftrag des Ministerpräsident Winfried Kretschmann sollte an diesem Tag nicht die einzige Ehrung für Kammerer sein. Sein Abschied nach 16 Jahren an der Spitze des Vereins wurde mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden gekrönt.

Das Engagement Kammerers im Verein hob Maser in seiner Rede hervor. Gustav Kammerer habe Enormes geleistet, seine Arbeitskraft und seine fachlichen Kenntnisse eingebracht und die Zuneigung zu anderen in die Tat umgesetzt. Eine Gemeinde sei immer mehr darauf angewiesen, so Maser, dass Menschen geholfen werde, die sich nicht mehr aus eigener Kraft helfen können. Mit der vorhandenen Struktur habe Kammerer Unterstützung gewährt und somit die Lebensqualität aller gestärkt. Er sei die Person, die alles zusammengehalten habe und auf Mitmenschen zugegangen sei. Kammerer lebe "Ehrenamt und Nächstenliebe" und leiste damit einen überaus wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl.

Emil Maser dankte aber auch Herbert Bucher für dessen Bereitschaft, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten und als neuer Vorsitzender diesen wichtigen Dienst am Nächsten fortzuführen. Kammerers Nachfolger übernahm dann auch die Aufgabe, im Namen des Vereines Danke zu sagen. Der scheidende Vorsitzenden sei lange und sehr eng mit der Diakonischen Fördergemeinschaft verbunden gewesen. 1979 war er "Geburtshelfer" des Krankenpflegevereines. 1995 sei dann das Pflegeversorgungsgesetz in Kraft getreten, sodass 1998 der Krankenpflegeverein in die Diakonische Fördergemeinschaft überführt wurde.

2001 wurde dann Kammerer als Stellvertreter und 2005 als Vorsitzender gewählt. Er habe 16 Jahre in verantwortlicher Position die Aufgabe, die Nachbarschaftshilfe auf- und auszubauen, wahrgenommen, lobte Bucher. Ferner habe er den Vorstand und die Mitglieder zusammengehalten: "Gustav Kammerer war immer da, wenn man ihn gebraucht hat." Er habe eben ein "Herz für Menschen", so der Vorsitzende. Aus diesem Grund habe man im Vorstand beschlossen, Kammerer zum Ehrenvorsitzenden der Diakonischen Fördergemeinschaft zu ernennen.

Im Anschluss daran sang der Vorstand noch ein selbstgedichtetes Lied zu Ehren des scheidenden Vorsitzenden.

Zimmern o. R. In seinem letzten Bericht als Vorsitzender der Diakonischen Fördergemeinschaft berichtete Gustav Kammerer über die wichtigsten Aktivitäten des Vereines im vergangenen Jahr. Er betonte, dass der Glanzpunkt die Nachbarschaftshilfe sei. Deshalb könne der tägliche Einsatz im Dienste für den Nächsten nicht hoch genug gewertet werden.

Kammerer nutzte die Gelegenheit, den Kirchengemeinden, Pfarrbüros und der bürgerlichen Gemeinde für die überaus positive Zusammenarbeit, dem Vorstand und den Nachbarschaftshelferinnen für den Einsatz, und den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen zu danken. Nach 16 Jahren sei es nun Zeit, leise "Servus" zu sagen.

Schriftführerin Monika Wöhrle überreichte Kammerer für die Tätigkeit in den vergangenen zehn Jahren ein Präsent, bevor sie den Mitgliedern unter anderem über den Betreutentreff und den weiteren Aktionen des Vereins berichtete.

Kassiererin Birgit Walter-Mattes legte die finanziellen Eckdaten des 270 Mitglieder zählenden Vereins dar. Sie erwähnte auch, dass die Nachbarschaftshelferinnen 2204 Einsatzstunden geleistet hätten. Kassenprüfer Erwin Burkard, der mit Bettina Rebhan die Kasse geprüft hatte, bestätigte der Kassiererin eine einwandfreie Kassenführung.

Im Anschluss trug Einsatzleiterin Lucia Liebscher ihren Situationsbericht vor. Momentan seien 14 Nachbarschaftshelferinnen und ein Nachbarschaftshelfer in 25 Haushalten tätig. Da im vergangenen Jahr drei Helferinnen ausgeschieden seien, wäre es wünschenswert, neue Mitarbeiterinnen zu gewinnen.

Pfarrer Josef Kreidler würdigte die Arbeit der Diakonischen Fördergemeinschaft als wertvollen Dienst für den Nächsten. Dies sei beim Einsatz der Nachbarschaftshelferinnen und bei der Einsatzleitung deutlich sichtbar. Sein besonderer Dank galt Kammerer für dessen 16 Jahre langen unermüdlichen Einsatz. Es sei eine sehr erfolgreiche und unkomplizierte Zusammenarbeit gewesen.

Bei den Wahlen wurden Herbert Bucher als neuer Vorsitzender, Pfarrerin Kristina Reichle als neue Stellvertreterin und Monika Eberhard als neue Schriftführerin gewählt. Lucia Liebscher als Einsatzleitung und Inge Renninger als Stellvertretung wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als weitere Beisitzer wurden Gerlinde Fehrenbacher, Albin Graf, Anneliese Kämmerling und Monika Wöhrle gewählt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Natascha Schneider vom Pflegestützpunkt des Landkreises zum Thema "Die neuen Pflegegrade". Sie ging auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ein und erläuterte die sechs Module, die für die Einstufung in einen Pflegegrad maßgeblich sind. Die Zuhörer erfuhren außerdem, welche neuen Leistungen es von den Pflegekassen gibt und wie diese sinnvoll kombiniert werden können.