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Zimmern Diesseits oder jenseits der 95 Cent

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Die Waldfläche entlang der K 5539 nach Stetten Foto: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Für die bevorstehende Erweiterung Richtung Süden benötigt der Zweckverband Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet Zimmern (Inkom Südwest) Flächen für naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Auf der Stettener Höhe könnten sich Möglichkeiten ergeben.

Zimmern o. R. (kw). Dort gehören dem Zweckverband zwei Flurstücke, die bereits vor dem Erwerb als Biotop ("Magerrasen westlich von Zimmern") ausgewiesen waren. Das Areal befindet sich zwischen den beiden Kreisstraßen nach Flözlingen und Stetten und beginnt am Kreisverkehr in das Verbandsgebiet. Die Grundstücke liegen auf Gemarkung Flözlingen und Stetten und zählen zum Fauna-Flora-Habitat Gebiet (FFH) Eschachtal.

In der jüngsten Versammlung stellte Wirtschaftsförderer Heiko Gutekunst die Überlegungen der Verbandsverwaltung vor. Die Versammlung war sich einig, das Balinger Büro Fritz & Grossmann Umweltplanung GmbH mit der Erstellung eines er­sten Gutachtens zu beauftragen. Dafür fallen Kosten in Höhe von 2290 Euro an.

Vom Ergebnis der Grundlagenermittlung hängt es ab, wie weiter verfahren werden soll – und ob das angedachte Konzept dann auch umgesetzt wird. Denn: Über allem steht die Wirtschaftlichkeit.

Die Verbandsverwaltung konnte Ökopunktemaßnahmen auf 30 Jahre für 95 Cent (brutto) je Ökopunkt erwerben. Dieser Betrag bildet nunmehr die Richtschnur. Das Aufwertungspotential auf den knapp 80 000 Quadratmetern hat das Büro vorab auf 100 000 Punkte geschätzt. Doch diese gibt es natürlich nicht zum Nulltarif. Die Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen kostet Geld.

Liegen die Gesamtkosten unter 95 Cent pro Ökopunkt, so der Beschluss der Verbandsversammlung, sollen die Ausgleichsmaßnahmen auf den verbandseigenen Flächen auf der Stettener Höhe realisiert werden. Stellt sich heraus, dass der Aufwand höher als 95 Cent kommt, wird das Konzept aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiter verfolgt. In diesem Fall bemühe man sich um den Kauf von weiteren Ökopunkten, hieß es.

Er hätte die Ökopunkte grundsätzlich lieber auf eigenem Gebiet, merkte Winfried Praglowski an. Der Ackeranteil (1500 Quadratmeter) wird laut Gutekunst derzeit unentgeltlich bewirtschaftet. Dort käme eventuell eine Feldlerchenmaßnahme in Betracht. Allerdings, so der Wirtschaftsförderer, könnte dies an den Einwendungen der Unteren Naturschutzbehörde scheitern, denn: Laut FFH-Plan seien dort Feldhecken vorgesehen – und diese würden von der Feldlerche nicht angenommen.

Die Beweidung weiterer Flächen erfolgt durch Schafe. Ein Antrag auf Landschaftspflege sei gestellt worden. Im Zuge des Schäferwechsels hat es Gespräche mit dem Landeserhaltungsverband Rottweil (LEV) und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises gegeben.

Als weitere denkbare Maßnahme wird das Auslichten des Waldes entlang der Kreisstraße 5539 nach Stetten ins Auge gefasst.

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