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Zimmern Auch die Vordere Steig nicht unproblematisch

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Schmale Straßen führen ins zukünftige Baugebiet.Foto: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Der Ortschaftsrat Horgen hat an seinem vor der Sommerpause gefassten Beschluss zur Festlegung der zukünftigen Wohnbauflächen im Flächennutzungsplan festgehalten.

Zimmern-Horgen. (kw). Aufgrund der komplizierten Lärmsituation ist das noch im vergangenen Jahr bevorzugte Gebiet "Auf Eck" nun definitiv außen vor. Der Zimmerner Teilort soll sich stattdessen auf der "Vorderen Steig" weiter entwickeln. Diese Empfehlung an den Gemeinderat (Frauke Ohnmacht und Sammy Bilger stimmten dagegen) nahm Bürgermeisterin Carmen Merz am Montagabend für am nächsten Tag folgende Gemeinderatssitzung mit.

Für das Gremium war es in dieser Angelegenheit der dritte Anlauf innerhalb von zwei Monaten. Diesmal standen den Ratsmitgliedern umfangreiche Unterlagen zur Verfügung. "Die Fachplaner sagen, dass man es auf der Vorderen Steig naturschutzrechtlich hinbekommt", erwiderte Merz auf die Bedenken von Frauke Ohnmacht.

Die Ortschaftsrätin wies mehrmals auf die problematische Verkehrserschließung ("Das fängt schon vorne beim Gasthaus Linde-Post an") und auf mögliche naturschutzrechtliche Hürden hin. Eine Bebauung werde von den Planern als umsetzbar erachtet, betonte Merz, warnte aber davor, den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen.

Die Zimmerner Rathauschefin sprach einen aus ihrer Sicht ganz wichtigen Aspekt an: "Der Flächennutzungsplan betrifft einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren, das bedeutet aber nicht das Ende der Fahnenstange".

Mit dem Beschluss zum Flächennutzungsplan, so ihre Aussage, werde noch kein Baugebiet manifestiert. Es bestünde jederzeit die Möglichkeit, Flächen zu tauschen und das Planwerk anzupassen. Sollten sich die Vorschriften zu den Schallschutzwerten ändern, könnte "Auf Eck" auch wieder eine Option werden, führte Merz als Beispiel an. Zweifel an den Untersuchungsergebnissen hegten die Ratsmitglieder Sammy Bilger und Klaus Ulrich. Die Bürgermeisterin hielt dagegen: "Wir als Verwaltung folgen den Bewertungen der Experten."

Ohnmacht schlug vor, das Gebiet "Auf Eck" wie ursprünglich geplant als Mischgebiet auszuweisen. Dann läge der Schwellenwert höher, so ihr Argument. Ortsvorsteher Matthias Sigrist klärte auf: Auch für ein Mischgebiet würden die zulässigen Werte noch übertroffen. Die Bürgermeisterin ergänzte: "Wir können nicht nachweisen, dass wir Bedarf an Mischgebieten haben." Die zu hohen Werte würden ja auch die bisherige Bebauung in unmittelbarer Nähe der Zimmerei betreffen, gab Ohnmacht zu bedenken. Sie zeigte sich überrascht, dass sogar die Höchstwerte für Gewerbegebiete dort überschritten würden. "Wir müssen zusammen mit der Firma Rohrer eine Lösung finden", forderte sie.

Zu berücksichtigen ist, dass nur schmale Ortsstraßen in das vorgesehene Wohnbaugebiet auf der Vorderen Steig führen. Die Erschließung der Hanglage unterhalb der Alten Hausener Straße wurde bisher immer schon als kompliziert angesehen. Auch die Berücksichtigung von naturschutzrechtlichen Belangen – ein Schild in der Nähe weist auf den Feuersalamander hin – könnte sich als Hindernis auf der Vorderen Steig herausstellen.

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