Energiesparen kostet – das wird jedes Jahr bei dem Blick auf den neuen städtischen Haushalt klar. In diesem Jahr sind die beiden großen Ausgaben die Erneuerung der Beleuchtungen in der Osterberghalle und im Siedersaal im Haus des Bürgers. Doch bleibt noch viel zu tun.
Bad Dürrheim - Eine Aktion, darüber zu informieren, was man tun kann, ist am 6. Mai der Bürgerempfang der Stadt sowie der Kur und Bäder GmbH "Klimaaktives Bad Dürrheim", bei der Meteorologe Sven Plöger spricht, dessen Fernsehdokumentationen sich immer wieder um die Frage drehen: "Was ist Wetter und was ist schon Klima?" So kann man sich auch mit der momentanen Schönwetterphase diese Frage stellen, denn es ist zwar schön und warm, doch in der Natur treiben weder Bäume aus, noch wird der Rasen grün oder sprießt die Saat auf den Feldern. Bei dem Bürgerempfang gibt es zusätzlich Informationsstände zu den Themen Energieberatung, dem Projekt "Bad Dürrheim blüht auf", der Projektgruppe "Bad Dürrheim Klimaaktiv" und weiteren. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich auf www.badduerrheim.de oder bei der Touristinformation unter der Telefonnummer 07726/66 62 66.
Energiemanagement seit 2008
In der Bundesrepublik geht man von milliardenschweren Investitionen aus, die getätigt werden müssen. In Baden-Württemberg beispielsweise müssen auf alle Nicht-Wohnhäuser, die neu genehmigt werden, Solarpanels montiert werden, ab dem 1. Mai gilt das auch für Wohnhäuser. Zusätzlich auch im Bestand, wenn eine umfangreiche Dachsanierung durchgeführt wird – es betrifft somit eine Vielzahl von Personen.
Das Bewusstsein, Energie einsparen zu müssen, gibt es in Bad Dürrheim jedoch schon seit längerem. Jedes Jahr wird mindestens ein Mal im Rahmen des Kommunalen Energiemanagements, das 2008 eingeführt wurde, Bilanz gezogen. Das beauftragte Institut für Sozial- und Umweltforschung (isuf) GmbH stellt vor, was gemacht wurde, was ansteht und was man noch tun sollte.
LED-Beleuchtung in zwei Hallen
Arne Peitsch übernahm dies in diesem Jahr für das Institut online im Umwelt- und Entwicklungsausschuss. Er nannte hier hierbei unter anderem bei den Arbeiten, die noch zu tun sind, das Rathaus Öfingen, in dem noch Nachspeicheröfen verbaut seien, ein Gasanschluss ist jedoch bereits installiert. Im Service-Center Ostbaar gilt es, die alte Ölheizung zu erneuern und an der Salinensporthalle nach der Sanierung die Photovoltaikanlage wieder aufzubauen. Darüber hinaus soll die Ostbaarhalle auf eine Pellet-, beziehungsweise Holzhackschnitzelanlage umgestellt werden. Und es gilt, das Rathaus I mit Kurverwaltung auf LED-Beleuchtung umzustellen.
Ist dies erledigt, wird vermutlich alles, was derzeit die Priorität zwei hat, auf eins hochgestuft. Das ist bei der Realschule die Umrüstung auf LED-Beleuchtung im Altbaubereich und der Austausch der Erdgas-Kesselanlage. LED-Beleuchtung sollen das Rathaus II und das Feuerwehrgerätehaus bekommen. In der Osterberghalle steht ebenso der Austausch der Erdgaskesselanlage an. Außerdem steht die Frage nach dem Containeranbau am Rathaus I in dieser Kategorie.
Wärmeeinsparung wichtig
In seinen Ausführungen legte er dar, dass das Rathaus I mit Kurverwaltung, die Realschule am Salinensee, die Grund- und Werkrealschule sowie die Ostbaarschule 30 Prozent des Wärmeverbrauchs der Kommune ausmache. Diese sollten von der energetischen Stufe Basis in Standard überführt werden. In diese fallen bereits das Rathaus II, das Gebäude Kindergarten, Feuerwehr und Rathaus Hochemmingen, der Kindergarten in der Schulstraße, die Salinensporthalle, die Osterberghalle wie auch die Alte Schule mit Turn- und Festhalle in Sunthausen, diese Gruppe verbraucht rund 60 Prozent der Wärme.
Insgesamt empfiehlt das Institut wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen, und mit dem Ziel der Klimaneutralität sei natürlich eine CO Reduktion verbunden.