Ein Verein löst sich auf, und keiner ist traurig: Bilanz des Fördervereins Weiler Kirche glänzt

Von Max Bäurle Haigerloch-Owingen. Die Außenrenovierung der Weiler Kirche ist abgeschlossen und es bleibt auch noch ein Überschuss für etwaige in der Zukunft anfallende Arbeiten übrig. So lautete das Fazit bei letzten Hauptversammlung des Fördervereins Weiler Kirche. Am Montag fand im Pfarrsaal die letzte Versammlung des vor vier Jahren gegründeten Vereins statt. Nachdem er sein Ziel erreicht hat, wurde er nach einstimmigen Beschluss noch an diesem Abend aufgelöst. Der erste Vorsitzende Jochen Stifel zeigte sich in seinem Fazit begeistert darüber, dass man das gesteckte Ziel in nur vier Jahren erreichen konnte. Er bedankte sich dafür bei allen Vereinsmitgliedern und Vorstandskollegen sowie den Förderern und Spendern, "die mitgeholfen haben, dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen". Pfarrer Dieter Mayer hob vor allem die Leistung der aus Altersgründen nicht mehr in Owingen lebenden Annalies Keller hervor. Sie wurde bei der Gründung des Vereins 2007 als erste Vorsitzende gewählt. "Sie war der große Motor", lobte Mayer und dankte auch Jochen Stifel. Er sei ein würdiger Nachfolger gewesen. Karl-Heinz Binder gratulierte im Namen des Owinger Ortschaftsrates für das tolle Ergebnis. Aus finanzieller Sicht ist die Sanierung der Weiler Kirche erfreulich verlaufen. Dies bestätigten die Berichte von Martin Briem, Leiter der Verrechnungsstelle in Hechingen für katholische Kirchengemeinden und der Vereinskassiererin Rosmarie Beck. Wenn alle Kosten und Zuschüsse sowie das Geld, dass der zuletzt 110 Mitglieder zählende Förderverein zum zweiten Bauabschnitt noch beisteuern muss, abgezogen sind, verbleibt laut Beck in der Kasse des Vereins noch ein Restvermögen von rund 47000 Euro. Dieses Geld wird vom Stiftungsrat angelegt und verwaltet und ausschließlich für in Zukunft anfallende Reperaturarbeiten an der Kirche verwendet. Martin Briems Bericht offenbarte, dass für den zweiten Bauabschnit ? im wesentlichen die Sanierung des Langhauses ? zwar ein Kostenaufwand von 165?000 Euro veranschlagt war, die tatsächlichen Ausgaben am Ende aber nur bei knapp 147?000 Euro lagen Somit muss der Förderverein statt rund 33?000 Euro lediglich 27?000 Euro Eigenanteil aufbringen. Wie hoch die Beteiligung des Fördervereins am Ende aber tatsächlich sein wird, hängt von den noch zu gewährenden Zuschüssen der Denkmalpflege und der Denkmalstiftung ab. Teurer als geplant war laut Briem mit knapp 89?000 Euro zwar der erste Bauabschnitt (Gesteinsarbeiten und Portal). Trotz der Mehrkosten sei das Konto des Fördervereins aufgrund von großzügigen Spenden dennoch nicht mit den geplanten 15?000 Euro, sondern nur mit 7000 Euro belastet worden.