In Freiburg wurden drei Katzenbabys in einen Bach geworfen und von einer Zeugin gerettet (Symbolfoto). Foto: Monika Skolimowska/dpa

Im Freiburger Stadtteil Haslach warf eine Unbekannte drei Katzenbabys in einer Tüte in einen Bach. Dank dem beherzten Eingreifen einer Zeugin sind die Tiere aber wohlauf.

Bereits am 29. Januar hat sich im Freiburger Stadtteil Haslach ein spezieller Fall ereignet: Dem Polizeibericht zufolge soll eine Frau gegen 20.45 Uhr eine Tüte mit drei Katzenbabys in den Kronenmühlebach geworfen haben.

 

Zuvor hatte eine Zeugin die Frau auf den Inhalt angesprochen, „ weil daraus Geräusche zu hören waren, welche auf lebendige Tiere schließen ließen“, heißt es von der Polizei. Als die Zeugin die Unbekannte aufforderte, den Inhalt der Tüte vorzuzeigen, soll diese die Tüte einige Meter weit in den Bach geworfen haben. Anschließend lief sie davon. Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Matthias-Blank-Straße/Luckenbachweg.

Die Zeugin reagierte sofort: Trotz Kälte kletterte sie in den Bach, holte die Tüte heraus und entdeckte die drei Katzenbabys. Sie brachte die drei grauen Kätzchen – möglicherweise sogenannte „Britisch Kurzhaar“-Katzen – direkt zum Tierarzt. Aufgrund der Versorgung und der schnellen Rettung durch die Zeugin geht es den Tieren inzwischen wieder gut, heißt es von der Polizei.

Die Polizei sucht nach der unbekannten Frau

Und auch, wenn die Katzenbabys wohlauf sind, hat der Fall ein juristisches Nachspiel: Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach der unbekannten Frau. Sie sei laut Angaben der Zeugin zwischen 60 und 70 Jahren alt, etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß, trug graues, zusammengebundenes Haar, eine schwarze, hüftlange Winterjacke, dunkle Leggings und hat eine eher schmächtige Statur.

Sie sprach deutsch mit mutmaßlich osteuropäischem Akzent. Hinweise können dem für Tierschutzdelikte zuständigen Fachdienst der Polizei (0761/21 68 92 00) oder dem Polizeirevier Freiburg Süd (0761/8 82 44 21) gemeldet werden.