Ganz unbeobachtet war der Täter, der nächtens das Ausweichfeld des Ringinger Sportplatzes zuschanden fuhr, offenbar nicht. Es gebe Aufnahmen, sagt die Polizei.
Zunächst ist es eine Straftat, und die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Für den Sportverein Ringingen ist es eine ausgemachte Sauerei, eine verantwortungslose Gemeinheit und wird mit Kosten verbunden sein– wie man hofft, für denjenigen, der dafür verantwortlich ist und nicht für den Verein.
In der Zeit zwischen Freitag und Samstag fuhr ein Unbekannter mit seinem Auto auf das Ringinger Sportgelände und hat dort seine Runden gedreht. Drifting nennt man das unter motorsportlichen Gesichtspunkten.
Dieses Drifting sollte allerdings an speziell dafür vorgesehenen Orten ausgeführt werden, als Showeinlage bei großen Rennspektakeln etwa. Keineswegs aber auf einem Fußballplatz, der angelegt werden musste und der Wartung und Pflege benötigt, die während des Jahres viel Mühe erfordert und nicht billig ist.
Polizei erweitert Zeitfenster
Anmerkung: Es handelte sich nicht um das offizielle Sportfeld des „Weiler“-Stadions, aber um den Ausweich- und Trainingsplatz. Das macht die Sache keineswegs besser.
Die Polizei erweiterte inzwischen das Zeitfenster, an dem der Unbekannte Teile des Spielfeldes beschädigte. In der ersten Mitteilung war von 18 Uhr Freitag, bis Samstagmorgen 8 Uhr die Rede. Der Vorfall könnte sich allerdings auch schon in der Zeit nach Freitag 16 Uhr ereignet haben.
Erst kürzlich wurde ein Stadion auf ähnliche Weise in Mössingen verwüstet. Ob ein Zusammenhang besteht, weiß man bisher nicht. Die Ermittlungen leitet der Polizeiposten Burladingen. Wie hoch der Schaden ist, sagte man dort auf unsere Nachfrage, lasse sich derzeit nicht beziffern. „Das muss ein Fachmann beurteilen.“ Aber deutliche Spuren hinterlassen habe die Aktion sehr wohl. „Rinnen, Dellen, Vertiefungen – die wird man ausgleichen müssen.“
Polizei bittet um weitere Hinweise
Wird man den Täter finden? Die Chancen stehen in dem Fall vielleicht nicht ganz schlecht. Denn, wie der Beamte weiter sagte, wurde der Platz von einer Videokamera überwacht. Die Aufnahmen befinden sich eben erst in der Auswertung, ergeben aber eventuell einen Hinweis.
Man erinnert sich, vor nicht allzu langer Zeit wurde regelmäßig der Opferstock auf der nicht weit entfernten Kornbühl-Kapelle leergeräumt. Auch damals erwischte eine Videokamera den Dieb. Hinweise nimmt der Polizeiposten Burladingen unter Telefon 07475/95 00 10 entgegen.