Projektmanager Markus Riester zeigte die Pläne. Foto: Carmen Soudani

Welche Fragen haben die Albstädter zum geplanten Neubau des Zentralklinikums zwischen Albstadt und Balingen? Bei einem Vortrag in Ebingen hat der Projektmanager die wichtigsten beantwortet.

Über den Neubau des Zentralklinikums zwischen Dürrwangen und Laufen hat Projektmanager Markus Riester im Zollernalb-Klinikum Ebingen informiert.

 

Er war bereits an Krankenhausbauten in der Schweiz, Karlsruhe und Marburg beteiligt und erläuterte die zwei Hauptabschnitte der Bauphase: Zuerst werde der Hauptkomplex errichtet, gefolgt von einer Betriebskindertagesstätte. Die ursprünglich geplanten Personalwohnungen sind vorerst aus der Planung herausgefallen, soll der Fokus doch zunächst auf dem Klinikum selbst liegen, um Kostensteigerungen zu vermeiden. Geplant werden die Wohngebäude aber ab diesem Jahr – ihr Bau soll maximal zwei Jahre dauern, der des Klinikums vier Jahre. Baubeginn soll Ende 2025 sein. Der Umzug ins neue Gebäude soll dann schrittweise erfolgen.

Der Förderantrag muss bis Juni abgegeben werden, und bis jetzt habe das Projekt bereits 20 Millionen Euro gekostet, die aber noch nicht geflossen seien, so Riester.

Im Klinikum sollen alle Bereiche mit hohem Publikumsverkehr im Erdgeschoss untergebracht werden, etwa die Notaufnahme, die Radiologie und das ambulante Interventionszentrum. Die darüberliegenden Stockwerke, zwei würfelförmige Aufbauten, sollen hauptsächlich die Pflegestationen beherbergen. Das mittlere Obergeschoss sei für operative Eingriffe vorgesehen. Zudem sei ein Parkhaus mit bis zu 500 Stellplätzen geplant, um den Bedarf an Patienten- und Besucherparkplätzen zu decken.

Anbindung ans Schienennetz ist bisher nicht geplant

Der Standort des Zentralklinikums liegt an der Bundesstraße 463 zwischen Dürrwangen und Laufen, so dass es durch Individual- und Busverkehr erreichbar sein wird. Eine direkte Anbindung an das Schienennetz sei derzeit nicht vorgesehen, da die umliegenden Bahnhöfe in Frommern und Laufen fußläufig zu weit weg seien.

Während der Bauphase werden laut Riester die Klinikstandorte in Albstadt und Balingen weiterbetrieben und modernisiert, um eine lückenlose medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Ist das Zentralklinikum fertig, sollen die einzelnen Abteilungen schrittweise und sorgfältig koordiniert, umziehen, damit ein reibungsloser Übergang gewährleistet ist.

Ein Zuhörer äußerte die Befürchtung, der Neubau könnte letztlich nicht umgesetzt und das Balinger Krankenhaus stattdessen aufgestockt werde. Riester widersprach entschieden: „Das wird nicht passieren. Ein Krankenhaus bei laufendem Betrieb mit Patienten und Personal umzubauen, ist ein Unding.“ Zudem seien die Abläufe in Balingen nicht optimal. Jetzt sei die Gelegenheit, es einmal richtig zu machen, so der Projektmanager.

Riester versprach, dass er auf jeden Fall, wenn es soweit ist, Baustellenbesichtigungen plane, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, so ein Großprojekt zu besichtigen und an Ort und Stelle Fragen zum Bau zu beantworten.