Freuen sich auf das Zeltmusikfestival (von links): Programmmacher Xhavit Hyseni, die beiden ZMF-Geschäftsführer Dieter Pfaff und Hanna Teepe, Programmmacher Dieter Bös und Festivalgründer Alexander Geißler. Foto: Ralf Deckert

Im Vorfeld des Zeltmusikfestivals (ZMF) wurden bereits 45 000 Tickets verkauft.

Das Zeltmusikfestival (ZMF) in Freiburg legt im 43. Jahr nach seiner Gründung einen starken Start hin: Im Vorfeld wurden rund 45 000 Tickets verkauft. Das sei „eine sehr gute Zahl“, so Geschäftsführerin Hanna Teepe. 14 Shows seien bereits ausverkauft, allen voran die drei Shows der Zauberkünstler Siegfried und Joy, gefolgt von Stars wie Gianna Nannini, den Hooters und Willy Astor. Aber auch die Konzerte diverser Powerfrauen im Programm, darunter Patti Smith und der Jazz-Diva Dee Dee Bridgewater, seien gefragt, so Teepe.

 

Das Festival erlebe in diesem Jahr einige Jubiläen. So finde zum 40. Mal der Bambinilauf der Sparkasse im Rahmen des Festivals statt, an dem im vergangenen Jahr 1500 Jungen und Mädchen teilgenommen hatten, was eine Rekordzahl war. Zum 40. Mal findet das Festival außerdem auf dem Mundenhofgelände statt, und ebenfalls zum 40. Mal sind die Freiburger Verkehrsbetriebe als Partner mit im Boot: Jede gekaufte Konzertkarte kann auch als Busticket zum Festivalgelände genutzt werden.

Dietenbach-Baustelle macht sich bemerkbar

Mit etwas Skepsis blicken die Organisatoren nach wie vor auf die Bauarbeiten für den neuen Stadtteil Dietenbach direkt neben dem ZMF, so Geschäftsführer Dieter Pfaff: So langsam mache der Stadtteil sich bemerkbar. Das sei aber auch positiv gemeint: Die neue Zufahrtsstraße zum Mundenhof ist fertig. In den vergangenen Jahren hatte die Straße eher einem Parcours aus Schlaglöchern geglichen.

Das ZMF erwartet zahlreiche Besucher auf dem Gelände. Foto: Klaus Polkowski

Programmmacher Dieter Bös zeigte sich im Vorfeld des Festivalstarts sehr zufrieden mit den guten Verkaufszahlen im Vorverkauf. Der gute Zuspruch zeige, dass man bei der Programmgestaltung einiges richtig gemacht habe, so Bös. „Die Künstlerinnen und Künstler kommen gerne zu uns. Das ZMF ist ein Erfolgsmodell, die Stadt und das Land bekommen hier für wenig Zuschuss viel geboten“, so der Konzertveranstalter.

Das Festival hat ein Gesamtbudget von rund drei Millionen Euro. Die Zuschüsse von Stadt und Land betragen weniger als fünf Prozent dieses Betrags, so Hanna Teepe.

Programm soll die Stadtgesellschaft abholen

Ziel des ZMF sei es, die ganze Stadtgesellschaft mit dem Programm abzuholen, so Programmmacher Xhavit Hyseni.

Man könne „nur demütig sein, seit wie vielen Jahren das schon funktioniert und wie lange das Festival nun schon überlebt habe“, so Festival Gründer Alexander Heislerr.

Der Eintritt auf das Festivalgeländer ist frei. Foto: Ralf Deckert

Zu diesem Überleben gehört auch, dass das Festival für mögliche Wetter- und Temperaturkapriolen im Zusammenhang mit der Klimaveränderung gewappnet sei, so Dieter Pfaff: „Wir haben alle Anforderungen eigentlich schon immer übererfüllt.“ Aktuell sei das große Zirkuszelt mit einer neuen Zeltplane ausgestattet worden. Alleine die Zugseile seien doppelt so stark wie vorgeschrieben. Außerdem sei das Zirkuszelt über einbetonierte Fundamente auf dem Gelände fest verankert. „Wir haben eine Zulassung für Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern“, so Pfaff. Sämtliche Zelte und Bauwerke seien über ein System von Blitzableiter gesichert.

Das ZMF dauert bis zum 3. August, der Eintritt aufs Festivalgelände und zu zahlreichen Konzerten und anderen Veranstaltungen im sogenannten „Action Programm“ ist kostenlos. Konzertkarten und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.zmf.de.