Ziemlich was los war in den letzten Tagen im Stöcklewald bei Furtwangen. Rund 500 Pfadfinder fanden sich hier zu einem Zeltlager zusammen. Besonders gefragt waren bei ihnen die frischen Brötchen aus dem Backhäusle.
Inzwischen sind sie wieder weg und haben den Zeltlagerplatz der SPD-nahen Jugendorganisation „Falken“ im Stöcklewald so verlassen, wie sie ihn angetroffen haben – sauber und ordentlich. Gemeint sind rund 500 im Dachverband BdP organisierte Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Baden-Württemberg, die hier für mehr als eine Woche ihr Sommerzeltlager genossen und dabei „Auf einer Welle“ schwammen, so das Motto.
Mehr als 20 Gruppen, sogenannte Stämme, darunter eine Gastgruppe ukrainischer Pfadfinder, hatten sich eingefunden. Theresa „Therry“ Kunz freute sich mit der Landesvorsitzenden Beatrice „Bea“ Hanusch über ein sehr gut gelungenes Camp.
Nachdem die ersten Gruppen angereist waren, war erst einmal Einkaufen angesagt – mit lokaler Unterstützung. „Eigentlich sind wir ja dem aktiven Pfadfindertum altersmäßig entwachsen. Aber – einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder. Deshalb haben wir uns bereit erklärt, uns bei der Logistik einzubringen. Heißt – wir kaufen ein“, erklärten dazu Vera und Johannes von Stemm aus Schonach.
Backhäusle leer gekauft
Sie selbst haben sich tatsächlich bei den Pfadfindern kennen gelernt, wie sie schmunzelnd erklären. Johannes stammt aus Hessen, war damals aber bereits als Förster im Schwarzwald, Vera kommt aus Schleswig-Hollstein. Letztmals kauften die beiden Anfang August das Schonacher Backhäusle leer. Natürlich war alles vorbestellt. „Aber morgens um halb acht alle zwei Tage 400 Brötchen und 100 Brote, ebenfalls verschiedene Sorten, parat zu haben, hat das Backhäusle wohl an seine Kapazitätsgrenzen gebracht – das andere Geschäft läuft ja nebenbei auch noch“, stellten sie vergnügt im Gespräch mit unserer Redaktion fest.
Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Lager fanden es jedenfalls gut, dass es Leute gab, die sich vor Ort gut auskennen. Die von Stemms sorgten auch dafür, dass zwei große Lebensmittelläden im nahe gelegenen St. Georgen von diversen Dingen deutlich mehr beschafften – das Meiste konnte dann direkt aus dem Lager verladen werden.
Abkühlung in Triberg
Viel schwarz war dann auf dem Zeltplatz zu sehen – die riesigen Jurten, diese runden Pfadfinderzelte und die kleineren Kohten waren mit mehreren Dutzend Exemplaren zu finden, auch solche, die aus mehreren Jurten ein Groß-Zelt bildeten.
Nachdem sie zu Beginn gerne mal richtig nass von ober wurden, ging es ab Wochenmitte zu Fuß nach Triberg ins Waldsportbad zur körperlichen Auffrischung, wo die Pfadis dann durchaus rein massemäßig auffielen. Auch sonst war das Lagerleben keinesfalls ein Lotterleben. Ein abwechslungsreiches Programm sorgte dafür, dass keinem langweilig wurde. „Im nächsten Jahr wieder“, waren sich alle einig. Ob es dann wieder im Schwarzwald sein wird, bleibt fraglich: „Wir haben mehrere Plätze im Land, die groß genug sind“, so Theresa Kunz abschließend.