Das Zelt-Musik-Festival in Freiburg bietet seit 40 Jahren die kostenlose Nutzung des ÖPNV in Freiburg an. Das Programm für dieses Jahr steht bereits vollständig und bietet eine Bandbreite zwischen Klassikern und Klassik. Die ersten Acts sind bereits ausverkauft.
Es gibt ein kleines Jubiläum zu verkünden, sagt Dieter Pfaff, der Geschäftsführer des Freiburger Zelt Musik Festivals (ZMF): Vor 40 Jahren hat das Festival zum ersten Mal auf dem Mundenhofgelände in Freiburg stattgefunden. Vorher war es kurze Zeit in der Innenstadt angesiedelt.
Mit dem Umzug damals ging die bundesweite Neuerung einher, dass Festivalbesucher mit ihrer Konzertkarte gleichzeitig auch einen Fahrschein für den ÖPNV erwarben. Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) sei seither ein treuer Partner des Festivals, so Pfaff. Festivalgründer Alexander Heisler erinnert sich an die Anfänge zurück: „Damals gab es schon die Sorge, dass keiner zum Konzert kommt, wenn nicht alle mit dem Auto hinfahren können.“
Das Programm des Festivals ist in diesem Jahr bereits früh komplett gefüllt und reicht von Klassikern der Rockmusik wie den Hooters und Gianna Nannini, deren Konzert bereits ausverkauft ist, bis hin zu richtiger Klassik mit dem Rascher Saxophon Quartett und ZMF Preisträger Elia Hussain, Star-Pianist Bernd Glemser und einem über Genre-Grenzen hinweggreifenden Galakonzert des Philharmonischen Orchesters Freiburg zusammen mit der österreichischen Musikerin „Soap&Skin“.
Überhaupt gehe es „viel Frauenpower“ im Programm, so Geschäftsführerin Hanna Teepe mit Blick auf große Namen wie die Jazz-Diva Dee Dee Bridgewater und Soul-Röhre Anastacia, die ihren krankheitsbedingt ausgefallenen Auftritt aus dem Vorjahr nachholen wird.
Zukunft weiter ungewiss
Der Vorverkauf für das Festival ist in vollem Gang. Neben dem Konzert von Gianna Nannini sind auch die drei Auftritte der beiden Zauberer und Komiker Siegfried und Joy und das Konzert der Beatsteaks bereits ausverkauft.
Es bereite ihm immer viel Freude, das Programm für das ZMF zusammenzustellen, so Programmmacher Dieter Bös. Viele Künstler würden gezielt nach einem Auftritt in Freiburg nachfragen, da das Festival einen guten Ruf in der Branche hat.
Persönlich freue er sich besonders auf den Abend mit der Band Element of Crime aus Berlin, die bereits mehrfach in Freiburg zu Gast war. „Das passt so gut zum ZMF“, findet Bös, und sein Kollege bei der Konzertagentur Kokon, Xhavit Hyseni, ergänzt: „Wir achten auch immer darauf, Newcomern und lokalen Gruppen wie dem Chorprojekt „Twäng“ Platz im Festival-Programm einzuräumen.“
Wie immer, so Hanna Teepe, biete das ZMF im kostenlosen Action-Programm zudem rund 100 Veranstaltungen bei freiem Eintritt an. Bei den Eintrittspreisen im Hauptprogramm sei keine Veranstaltung dabei, die mehr als 80 Euro kostet.
Neue Plane fürs Zirkuszelt
In diesem Jahr bekomme das Zirkuszelt eine nagelneue, rote Zeltplane, da die alte löchrig wurde, so Dieter Pfaff. Und das Festival findet erstmals parallel zu den Bauarbeiten für den neuen Stadtteil Dietenbach in Freiburg statt. Die Stadt habe dem Festival zugesagt, dass die Zufahrt für das Festival ohne Behinderungen möglich sei. Weitere Sicherheiten für die Zukunft des ZMF gibt es wohl noch nicht. „Wir arbeiten einfach jetzt von Jahr zu Jahr“, so Pfaff, den die Sorge umtreibt, dass der Bestand des Festivals durch den neuen Stadtteil über kurz oder lang gefährdet sein könnte.
Das ZMF beginnt in diesem Sommer am 15. Juli mit dem Rapper Greeen und endet am 3. August mit einem Konzert von Amy McDonald. Karten gibt es im Internet auf der Seite www.zmf.de .