Der Bau der Zellerschule schreitet gut voran. Foto: Fritsch

Es scheint genau die richtige Zeit für den Umbau der Zellerschule zu sein. Denn viele Vergaben zeigen: Es wird günstiger.

Eigentlich war die jüngste Sitzung des Gemeinderates mit den Haushaltsreden der einzelnen Fraktionen schon gut gefüllt. Und doch packten die Planer der Sitzung noch ein paar Vergaben für das Projekt Zellerschule mit auf die Tagesordnung.

 

Das dürfte den Gemeinderäten nicht viel ausgemacht haben, denn aktuell sind solche Vergaben tendenziell mit guten Nachrichten verbunden. Das will so viel heißen, dass die Stadt für etliche Gewerke deutlich weniger Geld ausgeben muss als in den Planungen veranschlagt ist. Das war auch bei den Vergaben der jüngsten Ratssitzung so.

Bein Estrich muss man nur mit der Hälfte planen

Da wären etwa die Estricharbeiten in dem Komplex zu nennen. Für die hatten die Planer im Vorgriff runde 450 000 Euro eingeplant. Nach der Ausschreibung lag das günstigste Angebot bei 226 000 Euro, also gut bei der Hälfte. Die Stadt checkte nach und verkündete, dass die Firma als fachkundig bekannt sei und eine einwandfreie Ausführung zu erwarten sei. Der Rat gab grünes Licht für die Vergabe an diesen günstigen Anbieter.

Ähnliches Spiel beim Gewerk Bodenbelag Kautschuk. Da lagen die Planer bei einer Kostenschätzung von 332 000 Euro. Letztlich wurde dieser Teil der Bauarbeiten für eine Summe von 284 000 Euro vergeben. Die Ersparnis auf diesem Sektor: fast 50 000 Euro.

Ein sehr günstiger Auftrag geht nach Norddeutschland

Besonders hoch war die Ersparnis beim Thema Innenputz. Da lagen die Planer bei einer Auftragssumme von fast 400 000 Euro. Der günstigste Bieter – ein Unternehmen aus Oststeinbeck in Schleswig-Holstein, unweit von Hamburg – gab ein Gebot von etwas mehr als 160 000 Euro ab. Die immense Ersparnis läge bei gut 240 000 Euro. Das war manchen Räten denn doch suspekt. Man fragte nach, ob der Bieter denn tatsächlich seriös sei.

Bauamtsleiter Rafael Beier betonte, dass man das bestmöglich überprüft habe und an der Seriosität kein Zweifel bestehe. Letztlich wurde dieser Auftrag tatsächlich für die ausgerufene Summe nach Norddeutschland vergeben.